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Im Januar hält das Festival für Alte Musik „Resonanzen“ in Wien die Erinnerung an die große Barockzeit der österreichischen Hauptstadt im 18. Jahrhundert wach. In den verschiedenen Sälen des imposanten und sehr klassischen Wiener Konzerthauses werden täglich bis zu drei Konzerte angeboten. Die Ausgabe 2026, die unter dem Motto „Frauen“ stand, ist soeben zu Ende gegangen. Ein Rückblick auf ein Großereignis des mitteleuropäischen Musiklebens.
In der 200.000-Einwohner-Stadt Trondheim findet jedes Jahr im Januar im nördlichsten gotischen Dom der Welt das Trondheim Early Music Festival statt. Im Zentrum der Ausgabe 2026 steht „Spartaco“, ein 1726 in Wien uraufgeführtes Bühnenwerk des neapolitanischen Komponisten Giuseppe Porcile. Es singen Sophie Junker, Luigi Morassi und José Maria Lo Monaco unter der Leitung des Festivaldirektors und künstlerischen Leiters Martin Wåhlberg.
Von der Statue zum lebendigen Körper: Camille Delaforge vereint zwei französische Partituren des 18. Jahrhunderts rund um den Mythos Pygmalion – Rameaus Ballettakt und eine bislang unveröffentlichte Cantatille von Antoine Bailleux, einem heute vergessenen Zeitgenossen. Mit Mathias Vidal als Solisten macht diese Aufnahme den schöpferischen Akt selbst hörbar.
Seine Ausbildung führte ihn von Uruguay nach Italien: Maximiliano Danta durchdringt die Welt der Alten Musik nicht nur als herausragender Countertenor, sondern auch als vielseitiger Instrumentalist. Doch der Glanz der Bühne ist nicht alles – wann immer es die Zeit erlaubt, widmet er sich mit gleicher Leidenschaft der Arbeit mit benachteiligten Kindern.

Lullys „Atys“, das mythische Opernereignis des Barock-Revivals der 1980er Jahre, kehrt 2026 in einer radikal neuen Fassung zurück. Sie ist das Ergebnis einer vierjährigen Forschungsarbeit des Centre de musique baroque de Versailles (CMBV), die insbesondere die Hierarchie des Orchesters völlig neu ordnet. Benoît Dratwicki, der künstlerische Leiter des Zentrums, berichtet von diesem Abenteuer.
„Juvenilia“ präsentiert die frühen Werke Bachs und seiner Zeitgenossen und offenbart dabei eine sprudelnde Kreativität und Erfindungsgabe. Gabriel Smallwood interpretiert sie mit Finesse und Klarheit. Ein Album, das dazu einlädt, die Jugend eines der größten Komponisten des 18. Jahrhunderts neu zu entdecken.
Eine klangvolle Quintessenz der „Hits“ von Jean-Baptiste Lully: Le Carnaval, Mascarade royale, seine letzte Comédie-ballet, wurde seit ihrer Uraufführung im Jahr 1675 nie wieder in ihrer Gesamtheit gezeigt. Federico Maria Sardelli und Samuele Lastrucci vom Istituto Lulli in Florenz präsentieren nun die moderne Erstaufführung in einer szenischen Fassung am Teatro Comunale von Ferrara.
Von den Straßen von San Pedro Sula auf die großen Bühnen Europas: Dennis Orellana fand seine Stimme fast durch Zufall – zwischen Posaune, Kirchenchor und Symphonic Metal. Fasziniert von Bach und Händel und gefördert von einem visionären Lehrer, erzählt er von seinem rasanten Aufstieg, seinen Anfängen in Madrid und dem überwältigenden Gefühl, auf der Bühne endlich „zuhause“ zu sein.