Glucks Iphigénie en Tauride kennt man; hier ist nun die seltenere Vertonung von Tommaso Traetta, vorgestellt von Christophe Rousset und Les Talens Lyriques. Diese in Innsbruck aufgenommene Einspielung rückt eine andere musikalische Lesart des Mythos wieder ins Licht, zwischen dem Erbe der opera seria und neuen dramatischen Ansprüchen, getragen von einem engagierten Sängerensemble. Eine Entdeckung!
Mit „La Passione di Gesù“ legt Leonardo García-Alarcón sein erstes großes Oratorium vor, das unter seinem eigenen Namen veröffentlicht wird. Inspiriert von Borges, Bach, Pasolini und dem Judas-Evangelium, erschafft das Werk ein geistliches und musikalisches Labyrinth, in dem Judas, Maria Magdalena und der auferstandene Christus zu Figuren einer inneren Passion werden.

