Mit dieser neuen Veröffentlichung fügt Benjamin Alard seiner ambitionierten Gesamteinspielung der Musik für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach zwei frisch authentifizierte Werke hinzu. Rund um zwei dem Kantor jüngst wieder zugeschriebene Chaconnen setzt der französische Tastenspieler seine Erkundung einer instrumentalen Welt fort, in der Tanz, Variation und kontrapunktische Architektur in derselben expressiven Konzentration zusammenfinden.
Mit dieser ersten Soloaufnahme bietet der Cembalist Dmytro Kokoshynskyy weit mehr als eine Reise durch das goldene Zeitalter der englischen Virginalisten. Rund um Tallis, Byrd, Bull, Gibbons oder auch Dowland entwirft er eine intime Meditation über Musik als Zuflucht, Heilmittel und Spiegel unruhiger Zeiten, die durch KHORA des Komponisten Maxim Shalygin bis in unsere Gegenwart verlängert wird.

Von den Palästen Stockholms bis zu den slowenischen Abteien, von den Ufern der Ostsee bis zu den skandinavischen Königstheatern – die Alte Musik zeichnet eine sommerliche Route durch Nord- und Osteuropa. Barockopern und Renaissance-Polyphonie, intime Festivals und große internationale Veranstaltungen lassen hier Kulturerbe, Spiritualität und Kreativität in einen Dialog treten, inmitten von Landschaften, die lange Zeit am Rande der großen musikalischen Landkarten lagen.
Mit diesem neuen Werk bekräftigt das Ensemble Les Lunaisiens unter der Leitung von Arnaud Marzorati seine Berufung: das traditionelle Erbe des französischen Chansons wiederzubeleben. Indem es eine Geschichte Frankreichs anhand seiner Lieder erzählt, beleuchtet das Ensemble kontrastreiche Erzählungen aus verschiedenen Epochen, mal dramatisch, mal satirisch, die vom Reichtum und der Komplexität des populären Gesangserbes zeugen.
Von Sevilla bis Barcelona, von Granada bis Alcobaça oder Marvão – auf der Iberischen Halbinsel treffen jeden Sommer Alte Musik und lebendiges Kulturerbe aufeinander. Gärten, Paläste, Kreuzgänge, Klöster und befestigte Städte werden zur historischen Kulisse für Repertoires aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock; ein Erlebnis zwischen sakraler Inbrunst, polyphoner Erinnerung und musikalischen Nächten unter freiem Himmel.
Von Buxton bis Brecon, von den mittelalterlichen Colleges in Oxford bis zu den Kirchen in Kent und Sussex – die britischen Festivals für Alte Musik zeichnen ein klangvolles Postkartenidyll inmitten grüner Landschaften, historischer Herrenhäuser, Kapellen und charmanter Dörfer. In einer der großen Wiegen der Wiederbelebung der Alten Musik pulsiert der Sommer im Rhythmus von Händel, Dowland, Monteverdi, Purcell und Bach.
Zwischen Renaissance-Polyphonie und nordischer Barocktradition entfalten die Festivals Belgiens und der Niederlande eine einzigartige musikalische Landschaft, in der Kulturerbe und musikwissenschaftliche Forschung in lebendigem Dialog stehen. Von Utrecht bis Namur, von Brügge bis Lüttich und über Antwerpen hinweg zeichnet sich eine wahre musikalische Flandern-Route ab, auf der die bedeutendsten internationalen Ensembles und die neue Generation des europäischen Barocks aufeinandertreffen.
Von Leipzig bis Innsbruck, von Bayreuth und Potsdam bis zu den romanischen Kirchen am Rhein – der deutschsprachige Raum ist nach wie vor eines der großen historischen Laboratorien der europäischen Alten Musik. Hier prägen Bach, Händel, Schütz oder die Meister des Frühbarocks weiterhin ein Musikleben, in dem philologische Forschung, große Barockopern und Vermittlung in ständigem Dialog stehen. Zwischen Festivals an historischen Stätten und intimeren Veranstaltungen zeichnen Deutschland, Österreich und die Schweiz so eine weitreichende musikalische Landschaft, in der architektonisches Erbe und historisch informierte Interpretation unaufhörlich miteinander in Resonanz stehen.