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Mit 23 Jahren verfolgt die französische Musikerin Manon Papasergio bereits einen eigenständigen Weg zwischen Viola da gamba und historischen Harfen, die sie in den Dienst selten erkundeter Repertoires stellt, von der Renaissance bis an die Schwelle des Barock. Eingeladen von Ensembles wie Les Musiciens de Saint-Julien oder Il Caravaggio und mit einer vielbeachteten ersten Einspielung, geht sie ihren Weg mit unstillbarer musikalischer Neugier und einer bewusst vertretenen Ablehnung von Grenzen.
Glucks Iphigénie en Tauride kennt man; hier ist nun die seltenere Vertonung von Tommaso Traetta, vorgestellt von Christophe Rousset und Les Talens Lyriques. Diese in Innsbruck aufgenommene Einspielung rückt eine andere musikalische Lesart des Mythos wieder ins Licht, zwischen dem Erbe der opera seria und neuen dramatischen Ansprüchen, getragen von einem engagierten Sängerensemble. Eine Entdeckung!
Mit „La Passione di Gesù“ legt Leonardo García-Alarcón sein erstes großes Oratorium vor, das unter seinem eigenen Namen veröffentlicht wird. Inspiriert von Borges, Bach, Pasolini und dem Judas-Evangelium, erschafft das Werk ein geistliches und musikalisches Labyrinth, in dem Judas, Maria Magdalena und der auferstandene Christus zu Figuren einer inneren Passion werden.
Vor genau 250 Jahren, am 22. April 1776, verstarb unweit von Hamburg der italienische Kastrat Filippo Finazzi. Hinter ihm lag ein abenteuerreiches Leben als gefeierter Sänger, Komponist und ehemaliger Kavalleriehauptmann. Drei Jahrzehnte zuvor hatte er sich in einer Oper aus eigener Feder glanzvoll von der Hamburger Bühne verabschiedet. Zu seinem Gedenken erweckt das Ensemble Hamburger Ratsmusik nun mehrere unveröffentlichte Sinfonien und Kantaten dieses außergewöhnlichen Künstlers zu neuem Leben und würdigt damit eine einzigartige Figur der europäischen Opernwelt des 18. Jahrhunderts.
Zwischen dem Spanien des Goldenen Zeitalters und der chinesischen Verbotenen Stadt zeichnet „El clave del Emperador“ das einzigartige Schicksal von Diego de Pantoja nach, einem Jesuiten, Musiker und Vermittler zwischen zwei Welten. Mit dem Íliber Ensemble und Todos los Tonos y Ayres lässt die CD Cembalo, chinesische Instrumente und klassische Traditionen in einen Dialog treten, um die historische Untersuchung in eine wahrhaftige Klangreise zu verwandeln.
An der Spitze von El Gran Teatro del Mundo entwickelt Julio Caballero seit zehn Jahren eine einzigartige Ästhetik. Sie konzentriert sich auf das französische Repertoire des 17. Jahrhunderts und entspringt einer originellen Rückbesinnung auf die Quellen, einer akribischen Arbeit an der Deklamation sowie einer ausgeprägten Lust am Theatralen. Von Bern bis Madrid, von den Lullisten bis zu Rameau: Es ist die Geschichte eines Ensembles, das jedes Projekt als eine fundierte, aber freie Relektüre der Codes des Grand Siècle und darüber hinaus begreift.

Seit einem Jahrzehnt machen sich die Kapsber’girls die vergessenen Seiten des Barockrepertoires zu eigen. Von der Konzeption ihrer Programme bis hin zur Aufführung: Ein Einblick in den Alltag eines jungen französischen Quartetts, dem es nie an Melodien mangelt.