Das Ensemble Les Surprises und sein Gründer sowie musikalischer Leiter, Louis-Noël Bestion de Camboulas, feiern 2026 ihr 15-jähriges Bestehen. Seit Februar präsentieren sie aus diesem Anlass insbesondere eine Neuinszenierung von Purcells „Dido und Aeneas“. Dieses emblematische Werk des Barockrepertoires wird vom Ensemble in einer originellen szenischen Form neu gedeutet: mit einer rein weiblichen Besetzung, direkt in die Handlung integrierten Musikern, gesprochenen Texten und einer choreografischen Dimension.
An diesem Samstag, dem 21. März, wird dank der Initiative des European Early Music Network (REMA) in ganz Europa die Alte Musik gefeiert. Aus diesem Anlass lädt das Total Baroque Magazine Sie auf eine Reise durch zwölf Konzertfilme an symbolträchtigen Orten ein – von Versailles bis Venedig, über Madrid, Bayreuth oder Prag. Eine Einladung zum Erkunden, Wandeln und Eintauchen in fast tausend Jahre Musik.
Das Label Ricercar feiert in aller Stille sein 45. Jubiläum. Ein Gespräch mit seinem Gründer Jérôme Lejeune über die schwierige wirtschaftliche Lage der CD und über deren unersetzliche Rolle als historische und musikwissenschaftliche Dokumentation.
In Straßburg lässt der Chor von Saint-Guillaume seit 140 Jahren die Klänge Bachs erklingen. Entstanden im deutsch-elsässischen Kontext, trug er nach 1918 entscheidend dazu bei, Bach in Frankreich wiederzuentdecken. Getragen von Persönlichkeiten wie Ernest, Fritz und Charles Münch, von Honegger oder Poulenc umworben, setzt er seine Arbeit heute unter dem jungen Dirigenten Étienne Ferrer, 32 Jahre alt, fort.
An der Spitze der Cappella Mediterranea führt der Argentinier Leonardo García-Alarcón Freunde und Weggefährten durch eine große Saga, die Bibliotheken und Bühnen, Südamerika und das barocke Europa, Tonträger und Videoaufnahmen miteinander verbindet. Und er behauptet: Alte Musik existiert nicht. Sobald sie gespielt wird, lebt sie!
Auf Initiative von drei Organisten wurde 1974 das Studio de musique ancienne de Montréal (SMAM) mit einem Ziel gegründet: der Alten Musik und ihrer Aufführungspraxis in der heutigen Welt wieder einen Platz zu verschaffen. 50 Jahre später ist dieses Vorhaben ein voller Erfolg.