# ThemenAlte Musik Barockmusik Bilder der Woche CD CD des Monats CD Neuheiten festival fokus Geschichte Guide zum Barock-Sommer Images de la semaine interview Jubiläum Junge Talente Komponistinnen Musik Playlist der Woche porträt reportage video der woche
Die PassiSparsi sind Italiener und Nonkonformisten. Dieses Vokalquartett widmet sich einem wenig bekannten polyphonen Repertoire der Renaissance: den Moresken, weltlichen und respektlosen Liedern, von denen Orlando di Lasso nach einem Aufenthalt in Neapel eine ganze Reihe komponierte. Entdecken Sie das Rätsel um die schwarze Katze der PassiSparsi in diesem vielstimmigen Interview.
Mit „Compositrices“ bringt Marta Gawlas Élisabeth Jacquet de La Guerre, Anna Bon und Wilhelmine von Bayreuth zusammen. Ohne aufdringliches Manifest macht die Flötistin die Raffinesse und Erfindungskraft barocker Komponistinnen hörbar, die auf Tonträgern noch zu selten vertreten sind.
Man meint, Bachs Sonaten für Viola da gamba und Cembalo zu kennen; Atsushi Sakai und Christophe Rousset rücken sie hier wieder in ihren Anteil an Dunkel und Geheimnis. Werke, die sich schwer einordnen lassen, ob als wirklicher Zyklus oder als Zusammenstellung eigenständiger Stücke, werden hier zu einem Raum des engen Dialogs zwischen Gambe und Cembalo, zwischen kontrapunktischer Strenge, innerem Gesang und Meditation.
Der rasende Roland hat die barocke Vorstellungswelt immer wieder in seinen Bann gezogen. Mit Furioso entwerfen Xavier Sabata, Le Concert de l’Hostel Dieu und Franck-Emmanuel Comte daraus einen konzentrierten Parcours, in dem Ariosts Held nacheinander als Ritter, als verlorener Liebender, als Gestalt der Raserei und als schwankende Seele erscheint. Eine Aufnahme wie ein inneres Theater.
Als Jugendlicher im Kanada der 1990er Jahre blieb Greg Skidmore die volle Entfaltung seiner Leidenschaft für die Renaissance-Polyphonie verwehrt. Jahre später, als etablierter Bariton in London, gründete er die Canadian Renaissance Music Summer Schools, um anderen das zu ermöglichen, was ihm einst fehlte: die Möglichkeit, dieses Repertoire auf höchstem Niveau zu studieren, zu singen und weiterzugeben.
Am 14. und 15. Mai bringen Les Épopées und Stéphane Fuget Königin Dido an die Oper von Tunis zurück, in ihre Heimatregion, denn laut Purcells Stück, einer Adaption von Vergils Aeneis, war sie es, die die nahegelegene Stadt Karthago gründete. Diese neue Inszenierung besticht durch die originelle Verbindung der historisch fundierten Interpretation des Ensembles mit orientalischer Musik und Tanz.
Mit 23 Jahren verfolgt die französische Musikerin Manon Papasergio bereits einen eigenständigen Weg zwischen Viola da gamba und historischen Harfen, die sie in den Dienst selten erkundeter Repertoires stellt, von der Renaissance bis an die Schwelle des Barock. Eingeladen von Ensembles wie Les Musiciens de Saint-Julien oder Il Caravaggio und mit einer vielbeachteten ersten Einspielung, geht sie ihren Weg mit unstillbarer musikalischer Neugier und einer bewusst vertretenen Ablehnung von Grenzen.
Glucks Iphigénie en Tauride kennt man; hier ist nun die seltenere Vertonung von Tommaso Traetta, vorgestellt von Christophe Rousset und Les Talens Lyriques. Diese in Innsbruck aufgenommene Einspielung rückt eine andere musikalische Lesart des Mythos wieder ins Licht, zwischen dem Erbe der opera seria und neuen dramatischen Ansprüchen, getragen von einem engagierten Sängerensemble. Eine Entdeckung!