Raphaël Pichon auf den Spuren Bachs
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Pygmalion hat Raphaël Pichon eine einzigartige Pilgerreise konzipiert: Gemeinsam mit seinen Musikern möchte er zu Fuß jene Reise nachvollziehen, die der junge Johann Sebastian Bach im Jahr 1705 von Arnstadt ins norddeutsche Lübeck unternahm, um seine musikalische Ausbildung bei dem großen Dietrich Buxtehude zu vervollkommnen. Nach einer ersten Etappe in Thüringen im Jahr 2024, die von ARTE und France Musique dokumentiert wurde, machen sich Raphaël Pichon und sein Ensemble nun erneut auf den Weg – dieses Mal über Wolfenbüttel und Lüneburg bis an ihr Ziel Lübeck im Norden Deutschlands.
Greg Skidmore: Die Weitergabe der Renaissance in Kanada
Als Jugendlicher im Kanada der 1990er Jahre blieb Greg Skidmore die volle Entfaltung seiner Leidenschaft für die Renaissance-Polyphonie verwehrt. Jahre später, als etablierter Bariton in London, gründete er die Canadian Renaissance Music Summer Schools, um anderen das zu ermöglichen, was ihm einst fehlte: die Möglichkeit, dieses Repertoire auf höchstem Niveau zu studieren, zu singen und weiterzugeben.
Königin Dido kehrt nach Tunis zurück
Am 14. und 15. Mai bringen Les Épopées und Stéphane Fuget Königin Dido an die Oper von Tunis zurück, in ihre Heimatregion, denn laut Purcells Stück, einer Adaption von Vergils Aeneis, war sie es, die die nahegelegene Stadt Karthago gründete. Diese neue Inszenierung besticht durch die originelle Verbindung der historisch fundierten Interpretation des Ensembles mit orientalischer Musik und Tanz.
Komponistinnen
Mit „Compositrices“ bringt Marta Gawlas Élisabeth Jacquet de La Guerre, Anna Bon und Wilhelmine von Bayreuth zusammen. Ohne aufdringliches Manifest macht die Flötistin die Raffinesse und Erfindungskraft barocker Komponistinnen hörbar, die auf Tonträgern noch zu selten vertreten sind.
Bach: Sonaten für Viola da gamba
Man meint, Bachs Sonaten für Viola da gamba und Cembalo zu kennen; Atsushi Sakai und Christophe Rousset rücken sie hier wieder in ihren Anteil an Dunkel und Geheimnis. Werke, die sich schwer einordnen lassen, ob als wirklicher Zyklus oder als Zusammenstellung eigenständiger Stücke, werden hier zu einem Raum des engen Dialogs zwischen Gambe und Cembalo, zwischen kontrapunktischer Strenge, innerem Gesang und Meditation.
Furioso
Der rasende Roland hat die barocke Vorstellungswelt immer wieder in seinen Bann gezogen. Mit Furioso entwerfen Xavier Sabata, Le Concert de l’Hostel Dieu und Franck-Emmanuel Comte daraus einen konzentrierten Parcours, in dem Ariosts Held nacheinander als Ritter, als verlorener Liebender, als Gestalt der Raserei und als schwankende Seele erscheint. Eine Aufnahme wie ein inneres Theater.
„Tranquilles cœurs“
Auf diesem Debütalbum nimmt das Ensemble Théodora die Hörer:innen mit auf eine Reise zwischen Frankreich und dem deutschsprachigen Raum, von Lully und Campra bis zu den Brüdern Krieger, auf der sich verschiedene Stile kreuzen und verwandeln. Getragen von einer ausdrucksstarken Stimmpalette und einem fein ausgearbeiteten Continuo bringt die Aufnahme die Vielfalt der Kompositionsstile und -charaktere zur Geltung.

Presto


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