Barock in Japan? Die zeitgenössische japanische Szene
Nach 1945 öffnete sich die japanische Musiklandschaft trotz der Dominanz eines germanisch-romantischen Modells nach und nach für neue Horizonte. Bach, Vivaldi oder Rameau fanden ihren Platz in einem Archipel, in dem Konzertsäle, Schulen, das Radio und sogar klassische Hörcafés eine entscheidende Rolle spielten. Zweiter Teil der Chronik einer faszinierenden Entdeckung, in der ausgerechnet die Blockflöte eine zentrale Rolle spielt!
Barocco Napoletano: Schätze aus dem Conservatorio San Pietro a Majella
Viva Napoli. Presepi und Pizza, Maradona und Musik. Doch Neapel, das sind auch Cimarosa, Pergolesi, Vinci, Leo, Porpora, Durante sowie Jommelli und Gluck. Schätze, die es in den barocken Bibliotheken Neapels (neu) zu entdecken gilt.

„Il Giasone“ von Francesco Cavalli
Zwischen Heroismus und Komödie schuf Cavalli mit „Il Giasone“ den größten Opernerfolg des 17. Jahrhunderts. Entdecken Sie dieses farbenprächtige barocke Fresko am Grand Théâtre de Genève neu – in der fantasievollen Inszenierung von Serena Sinigaglia, unter der packenden Leitung von Leonardo García-Alarcón.
Händel: Solosonaten
Wie lassen sich Händels Solosonaten zum Klingen bringen, wenn ihre Editionsgeschichte, ihre Quellen und mitunter sogar ihre instrumentale Bestimmung beweglich bleiben? Dieses in der Reihe Preziosa von MDG erschienene Doppelalbum des Ganassi Consort mit Anne Röhrig entscheidet sich nicht für Vereinheitlichung: Es vertraut diesen Werkbestand einer ganzen Palette historischer Instrumente an, um möglichst nah an den damaligen Praktiken die Vielfalt eines kammermusikalischen Händel hörbar zu machen — bald gesanglich, bald tänzerisch, theatralisch und erfinderisch.
Die Traversflöte
Für ihr erstes Recital bei Harmonia mundi kehrt Gabrielle Rubio zu jenen Komponisten zurück, die der französischen Traversflöte erstmals zu künstlerischem Ansehen verhalfen. Von Michel de La Barre bis Michel Blavet, über Hotteterre, Philidor, Boismortier und Couperin, entwirft die junge Flötistin eine Reise durch Tänze, Träumereien und musikalisches Helldunkel – von der gedämpften Intimität der königlichen Kammer bis zu den Salons des 18. Jahrhunderts.
Nola: Motetti pastorali
Giovanni Acciai und Nova Ars Cantandi holen Antonio Domenico Nolas „Motetti pastorali per la solennità del Santo Natale“ wieder ans Licht: ein weit ausgreifendes neapolitanisches Fresko für vier Stimmen und Basso continuo, das fast vier Jahrhunderte im Verborgenen lag. Zwischen geistlicher Erzählung, ausdrucksstarker Polyphonie und Anklängen an volkstümliche Weihnachtstraditionen macht diese Einspielung eine bis heute wenig bekannte Persönlichkeit der neapolitanischen Musik an der Schwelle zum 18. Jahrhundert hörbar.



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