Dido und Aeneas nach Tunis zurückzubringen, dorthin, wo Karthago entstand und wo Dido regierte, ist für Les Épopées und das Team des Théâtre de l’Opéra de Tunis weit mehr als eine symbolische Geste. Diese neue Inszenierung bietet die Gelegenheit, tunesische, libanesische und französische Künstler auf einer Bühne zu vereinen, um gemeinsam eine Geschichte von Liebe, Exil und Verlust im heutigen Mittelmeerraum zu erzählen. Und dies in einer Zeit, in der die durch Konflikte zwischen dem Westen und dem Nahen Osten geprägten Spaltungen tief wie nie zuvor scheinen. Für die Vorbereitung von Dido and Aeneas absolvierten die Ensemblegründer Stéphane Fuget und Claire Lefilliâtre zwei Arbeitsaufenthalte vor Ort. Die Produktion wird am 14. und 15. Mai erstmals in Tunis aufgeführt, bevor sie im Rahmen der Sommerfestivals an bedeutenden archäologischen Stätten wie Karthago und El Jem auf Tournee geht. Der französische Cembalist und Dirigent blickt auf die Entstehung dieser besonderen Inszenierung zurück.
Inwiefern ist diese „Dido“ von Purcell in Tunis originell?
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