# ThemenAlte Musik Barockmusik Bilder der Woche CD CD des Monats CD Neuheiten festival fokus Geschichte Guide zum Barock-Sommer Images de la semaine interview Jubiläum Junge Talente Komponistinnen Musik Playlist der Woche porträt reportage video der woche
In den vergangenen Jahren ist der Name Marie Nadeau-Tremblay geradezu kometenhaft am Barockhimmel von Québec aufgestiegen. Die facettenreiche Geigerin, die zahlreiche unkonventionelle Plattenprojekte verfolgt, spricht über ihren Werdegang, ihre ästhetischen Vorstellungen und den Stellenwert der Kunst in der heutigen nordamerikanischen Gesellschaft.
Seit 1989 begleitet Hans-Georg Kaiser das Freiburger Barockorchester auf seinem Weg zu internationaler Anerkennung. Heute, im Alter von 64 Jahren, hat der seit 37 Jahren amtierende Manager und Geschäftsführer des Orchesters beschlossen, zum 1. Juli zurückzutreten und die weitere Entwicklung einem neuen Führungsteam zu übertragen: Selma Brauns, künstlerische Leiterin, und Paul Enke, kaufmännischer Leiter. Gemeinsam sollen sie die Zukunft eines Ensembles gestalten, das heute zu den weltweit besten Orchestern auf historischen Instrumenten zählt. Hans-Georg Kaiser blickt auf seinen Werdegang zurück und wirft einen Blick auf die neuen Perspektiven des Orchesters.
Mit „Éclats et derniers feux“ widmet sich der Cembalist Loris Barrucand erneut Jacques Duphly, dem zurückhaltenden Komponisten der Aufklärung, dessen Musik ihn seit seinen Lehrjahren begleitet. Zwischen Virtuosität, französischer Anmut und der Vorahnung einer untergehenden Welt lässt er die tausend Facetten eines Cembalos erklingen, das kurz vor seinem Verschwinden steht.
In Leipzig wird Bach nicht mehr nur gefeiert: Unter dem Motto „Im Dialog“ wird sein Werk 2026 zu einer lebendigen, gemeinsamen Begegnung. Vom 11. bis 21. Juni nimmt das Bachfest die Form eines partizipativen Festivals an, bei dem das Publikum aus aller Welt zur Programmgestaltung beiträgt – allen voran mit der Hitparade der Bach-Kantaten. Festivalintendant Michael Maul erzählt von diesem kollektiven Abenteuer zwischen Kulturerbe, Forschung und großen Interpreten.
Mit der Gesamtaufnahme der „Pièces de violle“ von Sieur Demachy lässt Flore Seube eine geheimnisvolle Figur des Grand Siècle wieder zu Wort kommen. Als Ergebnis zehnjähriger Forschung und intensiver Auseinandersetzung mit diesem Repertoire offenbart diese Aufnahme eine gelehrte, tänzerische und raffinierte Gambenmusik, die Texttreue, französischen Geschmack und die Kunst der Polyphonie vereint.
Mit der Großen Musikalischen Nacht von Nürnberg wollen das Musikfest ION und der Radio- und Fernsehsender BR-KLASSIK die Alte Musik aus dem traditionellen Konzertsaal herausholen und ins öffentliche Leben tragen. Thorsten Preuß, stellvertretender Leiter der Musikredaktion im BR/ARD-Studio Nürnberg, spricht über die Veranstaltung, ihre symbolische Bedeutung und das Engagement seines Senders für die Alte Musik.
Aus der Ruine einer Abtei im Herzen des Departements Aisne (Frankreich) hat Jean-Michel Verneiges ein Festival gemacht. Und das aus gutem Grund: Denn diese beherbergt einen kostbaren Schatz, eine dreihundert Jahre alte historische Orgel. Heute hat sich das Barockfestival von Saint-Michel-en-Thiérache als eines der beliebtesten der Region etabliert und feiert vom 7. Juni bis zum 5. Juli sein 40-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsausgabe, bei der mehrere große Persönlichkeiten des Barock zusammenkommen.
Mit dieser neuen Veröffentlichung fügt Benjamin Alard seiner ambitionierten Gesamteinspielung der Musik für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach zwei frisch authentifizierte Werke hinzu. Rund um zwei dem Kantor jüngst wieder zugeschriebene Chaconnen setzt der französische Tastenspieler seine Erkundung einer instrumentalen Welt fort, in der Tanz, Variation und kontrapunktische Architektur in derselben expressiven Konzentration zusammenfinden.
Mit dieser ersten Soloaufnahme bietet der Cembalist Dmytro Kokoshynskyy weit mehr als eine Reise durch das goldene Zeitalter der englischen Virginalisten. Rund um Tallis, Byrd, Bull, Gibbons oder auch Dowland entwirft er eine intime Meditation über Musik als Zuflucht, Heilmittel und Spiegel unruhiger Zeiten, die durch KHORA des Komponisten Maxim Shalygin bis in unsere Gegenwart verlängert wird.