Vorspann: Der Sänger und Komponist Alessandro Stradella (1643–1682) ist heutigen Musikfreunden vor allem auf drei Wegen bekannt: zunächst – und im besten Fall – durch sein ebenso reichhaltiges wie vielseitiges Werk. Zweitens durch die zahlreichen Opern und sonstigen Vokalwerke, die vom 19. Jahrhundert bis in unsere Tage sein schillerndes Leben zum Gegenstand haben und aus der Feder von Komponisten wie Friedrich von Flotow (1837), César Franck (1841) oder Salvatore Sciarrino (2017) stammen. Und schließlich durch den italienischen Musiker und Musikwissenschaftler Andrea De Carlo, der 2011 das Festival Barocco Alessandro Stradella in Viterbo und Nepi (Italien) gründete und 2013 das „Stradella-Project“ ins Leben rief – eine bei Arcana/Outhere erscheinende CD-Reihe, mit der er gemeinsam mit seinem Ensemble Mare Nostrum die Musik des Komponisten bekannt macht. Das Total Baroque Magazine hat mit Andrea De Carlo, dem heute zweifellos entschiedensten Verfechter Stradellas, über den Komponisten und über die wichtigsten Entdeckungen gesprochen, die in den letzten Jahren rund um seine Musik gemacht wurden.
Eine Affäre mit Folgen
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