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Voces Suaves und Michele Vannelli nähern sich Carissimis „Historia di Jephte“ mit großer Sorgfalt und spürbarer Freude: Nichts ist überzeichnet, die Erzählführung trägt sich selbst, und aus dieser Präzision entsteht die Wirkung. Das Werk, in den 1640er Jahren entstanden, ist nie aus dem Repertoire verschwunden und wurde bis hin zu Händel bewundert, der den Schlusschor in seinem „Samson“ übernahm.
Die französisch-amerikanische Cembalistin Lillian Gordis, in Berkeley geboren und seit ihrer Jugend in Paris ansässig, hat sich als eine der prägenden Stimmen ihrer Generation auf dem internationalen Parkett etabliert. Gefeiert für die expressive Kraft ihres Spiels und ihren intellektuellen Tiefgang, wird die „Martha Argerich des Cembalos“ regelmäßig zu den großen Festivals in Europa und den USA eingeladen, während sie parallel eine vielbeachtete diskographische Karriere verfolgt.
Drei Jahre Vorbereitung für drei Stunden Musik: Die beeindruckende historische Forschungsarbeit und akribische Vorbereitung von Mathilde Etienne und Emiliano Gonzalez Toro – der künstlerischen Leitung des Ensembles I Gemelli, – gipfeln in diesem März in der glanzvollen Wiedererweckung von „Roland“. In der Opéra Royal de Versailles bringen sie ein zu Unrecht vernachlässigtes Juwel aus Lullys Schaffen zurück ans Licht.

An diesem Samstag, dem 21. März, wird dank der Initiative des European Early Music Network (REMA) in ganz Europa die Alte Musik gefeiert. Aus diesem Anlass lädt das Total Baroque Magazine Sie auf eine Reise durch zwölf Konzertfilme an symbolträchtigen Orten ein – von Versailles bis Venedig, über Madrid, Bayreuth oder Prag. Eine Einladung zum Erkunden, Wandeln und Eintauchen in fast tausend Jahre Musik.
„Arcadian Dreams“ vereint Les Délices und die Sopranistin Hannah De Priest in einem von Arkadien inspirierten Programm. Zwischen Rameau, Händel und seltener zu hörenden Werken verbindet das Album Raffinesse, Ausdruckskraft und musikalische Wiederentdeckungen.
Der Frühling verspricht für Vincent Dumestre und sein Ensemble Le Poème Harmonique überaus intensiv zu werden. Auf dem Programm steht nicht nur eine Frankreichtournee mit rund zwanzig Aufführungen von „L’Avare“ – einem erstklassigen Intermezzo des Italieners Francesco Gasparini (1720) zu Molières berühmtem Theaterstück. Zeitgleich laufen die Vorbereitungen für das Festival Misteria Paschalia in den historischen Kulissen Krakaus auf Hochtouren, dessen musikalische Leitung Dumestre für die Jahre 2024 bis 2026 innehat.