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Seit 1962 finden alle zwei Jahre die Telemann-Festtage in der Geburtsstadt des Komponisten, Magdeburg, statt. Trotz dieser langen Tradition hält das Festival regelmäßig echte Wiederentdeckungen seines Namensgebers bereit – jenes berühmten Komponisten, der ein Zeitgenosse und enger Freund von Johann Sebastian Bach war. Dass dies gelingt, ist nicht zuletzt dem starken wissenschaftlichen Rückgrat der Festtage zu verdanken.
Das Vermächtnis bewahren, den Blick nach vorn richten: Das französische Spitzenensemble Doulce Mémoire würdigt das Lebenswerk von Denis Raisin Dadre und wagt unter der neuen Führung von Elsa Frank und Jérémie Papasergio den Aufbruch in die Zukunft. In der Oper von Tours feiert das Ensemble am 17. März eine besondere Hommage, die den Abschied ehrt und zugleich die eigene Renaissance einläutet.
Zürich krönt sich im März zur Welthauptstadt der Alten Musik: Vom 20. bis 29. März feiert das neue Festival „Zürich Barock“ seine mit Spannung erwartete Premiere. Kurz vor der Osterzeit verwandelt sich die Stadt in ein Epizentrum für historische Aufführungspraxis. Ins Leben gerufen von Opernhaus-Intendant Matthias Schulz, verspricht das Event, mit einem Aufgebot internationaler Weltstars wie Cecilia Bartoli, Philippe Jaroussky, Max Emanuel Cenčić und Raphaël Pichon zu einem der Höhepunkte der Saison zu werden. Im Gespräch gibt uns Matthias Schulz exklusive Einblicke in dieses neue Format, mit dem er eine dezidiert internationale Ausstrahlung anstrebt.
Zwischen Tradition und Aufbruch: Seit Januar leitet Anna Danilevskaia das MA Festival Brügge und bringt eine „kaleidoskopische“ Vision in die Welt der Alten Musik. Im Gespräch erklärt die 38-jährige Gründerin des Ensembles Sollazzo, warum musikalische Vielfalt für sie ein Plädoyer für gesellschaftliche Toleranz ist – und wie sie mit ihrem neuen Großprojekt „La Flamboyance“ klangliche Grenzen sprengt.

Im März 2026 feiert das Total Baroque Magazine sein einjähriges Bestehen. Hinter uns liegen zwölf Monate voller Recherchen, Interviews und historischer Beiträge – eine Reise in ein Repertoire, das ebenso traditionsreich wie lebendig und zeitgemäß ist. Dieses Jubiläum ist der ideale Anlass für eine erste Bilanz und einen Ausblick auf kommende Projekte.
An den Ursprüngen des italienischen Barock vereint Nuove Musiche Furio Zanasi und Xavier Díaz-Latorre mit Werken von Caccini und Kapsperger. Zwischen eindringlichen Monodien und Toccaten für Chitarrone erkundet dieses Programm in sechs „Canti“ die Entstehung des stile moderno. Eine Passacaille-Einspielung von großer expressiver Klarheit.
Sie sind zu viert: Roxana und Yaoré an den Violinen, Suzanne am Violoncello und Louise am Cembalo. Hinter der keltischen Sagengestalt der „Banshee“ erfinden sie das Konzert neu – mit einer Freiheit, die ebenso von barocker Ästhetik geprägt ist wie von der Atmosphäre eines irischen Pubs. Ihr Album, das im September bei Alpha Classics erscheint, widmet sich venezianischem und Wiener Repertoire.