Warum hält Rameau auf einem seiner wenigen Porträts eine Violine in der Hand? Von diesem Rätsel ausgehend erkunden Théotime Langlois de Swarte und William Christie die wenig bekannte Rolle des Instruments in der Welt des Komponisten. Zwischen Operntranskriptionen, Tänzen und Sonaten seiner Zeitgenossen entsteht ein intimer Rameau, bei dem die Violine abwechselnd zur Sängerin, Tänzerin und Darstellerin wird.
Warum legte der junge Bach mehrere hundert Kilometer zurück, um Buxtehude in Lübeck zu hören? Auf ihrer zweiten CD geht der Chœur & Ensemble Poséidon den Wurzeln seiner musikalischen Sprache nach und stellt die Kantate BWV 150 Werken seines bewunderten älteren Kollegen gegenüber; auch Johann Kuhnau kommt dabei zu Wort. Eine Reise in die deutsche Musikwelt um 1700, als sich der Stil des späteren Thomaskantors noch im Werden befand.
Zwanzig Jahre nach einer ersten Einspielung, die zu einem Meilenstein der Gambendiskografie wurde, knüpfen Lucile Boulanger und Les Lucioles dort an, wo Sophie Watillons früher Tod den Faden abreißen ließ. Von Juli bis Dezember, vom Sommer bis zum Herbst vollenden sie Christopher Simpsons zwei große Zyklen – mit einem Album, das zugleich Hommage und neue Lesart der englischen Kunst der „Division“ ist.
