

Mit „Reines“ unternehmen Véronique Gens und das Ensemble Les Surprises eine Reise durch die französische Oper vom Zeitalter Lullys bis ans Ende des 18. Jahrhunderts. Zwischen machtvollen Heldinnen und verletzlichen Figuren entfaltet das Programm eine eigene Dramaturgie, getragen von einem kollektiven Ansatz und einem ausgeprägten Sinn für Musiktheater.

Mit „Vieni, o Notte“ tauchen Francesca Aspromonte und Arsenale Sonoro tief in Scarlattis intime Klangwelt ein: Drei Vokalwerke für Sopran, zwei Violinen und Basso continuo, durchzogen von zwei Sonaten zu vier Stimmen ohne Cembalo, ergeben ein Album von bemerkenswerter poetischer und musikalischer Geschlossenheit.

Voces Suaves und Michele Vannelli nähern sich Carissimis „Historia di Jephte“ mit großer Sorgfalt und spürbarer Freude: Nichts ist überzeichnet, die Erzählführung trägt sich selbst, und aus dieser Präzision entsteht die Wirkung. Das Werk, in den 1640er Jahren entstanden, ist nie aus dem Repertoire verschwunden und wurde bis hin zu Händel bewundert, der den Schlusschor in seinem „Samson“ übernahm.