Warum sind auf einem Album über Antonio Caldara auch Legrenzi, Vivaldi, Biber, Muffat, Fux und sogar Bach zu hören? Auf ihrem Debütalbum folgen The BanXhies weniger einem Werkkatalog als vielmehr einer Reiseroute: der eines Venezianers, der Vizekapellmeister am Kaiserhof wurde – und mit ihm der Zirkulation von Musikern und Stilen zwischen Italien und dem deutschsprachigen Raum an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert.

Von den Klageliedern Jeremias bis zur Johannes-Passion durchmisst Vox Cantoris auf diesem neuen Album nahezu zwei Jahrhunderte geistlicher Musik in Neuspanien. Unter der Leitung von Jean-Christophe Candau lässt das Ensemble ein Repertoire erklingen, in dem sich die iberische Polyphonie von Hernando Franco bis Manuel de Sumaya fortsetzt und zugleich wandelt.