Utrecht, Rouen, Basel, Columbus

→Bach in Utrecht, Lucile Richardot in Rouen, Torelli in Basel und Céline Scheen in den USA – das ist das Programm der Bilder der Woche!

Utrecht, Rouen, Basel, Columbus
© Marieke Wijntjes

Das „Schönste von Bach“ (Utrecht)

Im TivoliVredenburg-Saal in Utrecht dirigierte der Dirigent und Cembalist Richard Egarr das Orchester der Nederlandse Bachvereniging für das „Schönste von Bach“ – die Hohe Messe, die oft als musikalisches Vermächtnis des Komponisten betrachtet wird. Das Konzertprogramm bot die Gelegenheit, die Grundlagen dieses Meisterwerks anhand von drei Kantaten zu entdecken, deren Melodien Bach wiederverwendete. So stammt das Patrem omnipotentem aus der Kantate Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm. Die Festkantate Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen diente als Grundlage für das Hosanna, während Lobet Gott in seinen Reichen das bewegende Agnus Dei inspirierte.

Mit der Nederlandse Bachvereniging und Richard Egarr.

© Les Victoires de la musique

Lucile Richardot, lyrische Künstlerin des Jahres in Frankreich (Rouen)

In der Opéra de Rouen wurde Lucile Richardot im Rahmen der jährlichen Verleihung der Victoires de la Musique Classique zur „Künstlerin des Jahres“ in der Kategorie Oper gekürt. Die Mezzosopranistin tritt damit die Nachfolge von Benjamin Bernheim an. Sie machte sich zunächst im Barockrepertoire einen Namen, bevor sie sich neuen musikalischen Horizonten zuwandte. „Ich mache Operngesang, Musiktheater, Konzerte, verrückte Alben, Tourneen mit dem Fahrrad… Was mich ausmacht, ist der Ensemblegeist, der unkonventionelle Zugang zur Musikszene, eine Welt der Liebhaber und Handwerker der Musik, keine Welt der Stars“ sagte sie in ihrer Dankesrede.

Mit Lucile Richardot, dem Orchester der Opéra Normandie Rouen et Victor Jacob.

© Schola Cantorum Basiliensis

Auf den Spuren von Torelli (Basel)

Anfang März organisierte die Schola Cantorum Basiliensis einen Studientag über Giuseppe Torelli (1659-1709) und seine instrumentale Klangwelt. An der Veranstaltung nahmen renommierte Musikwissenschaftler von Universitäten aus Katowice (Polen), Amsterdam (Niederlande), Pavia und Siena (Italien), Lausanne (Schweiz) und Oregon (USA) teil. Den Abschluss bildete das Konzert „Die musikalische Kunst Giuseppe Torellis“ in der bis auf den letzten Platz gefüllten Predigerkirche. Unter der Leitung von Enrico Gatti und mit der Zusammenarbeit der Professoren Amandine Beyer, Leila Schayegh und Jean-François Madeuf wurde Torellis Werk klanglich zum Leben erweckt.

Mit den Studierenden der Schola Cantorum Basiliensis und Enrico Gatti.

© Early Music in Columbus, Mees Auditorium

Céline Scheen und das Ricercar Consort auf Amerika-Tournee

In der vergangenen Woche reiste das Ensemble Ricercar Consort unter der Leitung von Philippe Pierlot gemeinsam mit der Sopranistin Céline Scheen durch die USA mit dem Programm „The Virgin’s Teares“. Im Mittelpunkt standen Werke von Vivaldi, Monteverdi, Purcell und Händel. Das Konzertprogramm widmete sich der Marienfigur, die durch die Gegenreformation ins Zentrum der religiösen Andacht gerückt und durch die barocke Kunst zwischen Inbrunst und Leidensdarstellung verklärt wurde. Die Tournee begann in La Jolla (Kalifornien) auf Einladung der Early Music Society von San Diego und endete im Mees Auditorium in Columbus (Ohio), mit einem Zwischenstopp in der Episkopalkathedrale von Philadelphia (Penn Live Arts).

Mit Céline Scheen, dem Ricercar Consort und Philippe Pierlot.