Der Countertenor Franco Fagioli, der in seiner Heimatstadt San Miguel de Tucumán in Argentinien und später an der Theaterhochschule in Buenos Aires ausgebildet wurde, lebt heute in Madrid. Er spricht über seine Lieblingsopernhäuser, die zufällige Entdeckung seiner Stimme und einen hartnäckigen Kindheitstraum: ein Freund Mozarts zu werden!
Er ist Sopranist aus Überzeugung: Bruno de Sá stand bereits im Alter von zwei Jahren auf der Bühne. Heute erzählt er uns, wie er Geschlechterstereotype aushebelt, seine eigenen Bühnenoutfits entwirft und als erster Mann zahlreiche Rollen übernahm, die traditionell Frauen vorbehalten waren.
Seine Ausbildung führte ihn von Uruguay nach Italien: Maximiliano Danta durchdringt die Welt der Alten Musik nicht nur als herausragender Countertenor, sondern auch als vielseitiger Instrumentalist. Doch der Glanz der Bühne ist nicht alles – wann immer es die Zeit erlaubt, widmet er sich mit gleicher Leidenschaft der Arbeit mit benachteiligten Kindern.
Von den Straßen von San Pedro Sula auf die großen Bühnen Europas: Dennis Orellana fand seine Stimme fast durch Zufall – zwischen Posaune, Kirchenchor und Symphonic Metal. Fasziniert von Bach und Händel und gefördert von einem visionären Lehrer, erzählt er von seinem rasanten Aufstieg, seinen Anfängen in Madrid und dem überwältigenden Gefühl, auf der Bühne endlich „zuhause“ zu sein.
Philipp Mathmann teilt seinen Alltag zwischen zwei anspruchsvollen Welten auf. Der Sopranist ist eine bekannte Persönlichkeit auf den internationalen Opern- und Konzertbühnen und verfolgt parallel dazu eine Karriere als Arzt. Hier ist der letzte Teil, der seinem ungewöhnlichen Werdegang gewidmet ist!
Er ist auf den großen Opern- und Konzertpodien der Welt zu Hause, aber außerdem geht Philipp Mathmann noch einem sehr verantwortlichen anderen Beruf nach, als Arzt. Hier gibt der energetische Sopranist und Countertenor einen zutiefst persönlichen Einblick in sein Leben.
In Straßburg lässt der Chor von Saint-Guillaume seit 140 Jahren die Klänge Bachs erklingen. Entstanden im deutsch-elsässischen Kontext, trug er nach 1918 entscheidend dazu bei, Bach in Frankreich wiederzuentdecken. Getragen von Persönlichkeiten wie Ernest, Fritz und Charles Münch, von Honegger oder Poulenc umworben, setzt er seine Arbeit heute unter dem jungen Dirigenten Étienne Ferrer, 32 Jahre alt, fort.
An der Spitze der Cappella Mediterranea führt der Argentinier Leonardo García-Alarcón Freunde und Weggefährten durch eine große Saga, die Bibliotheken und Bühnen, Südamerika und das barocke Europa, Tonträger und Videoaufnahmen miteinander verbindet. Und er behauptet: Alte Musik existiert nicht. Sobald sie gespielt wird, lebt sie!