Malta, Sevilla, St. Albans, Gstaad, Leipzig, Boston: erste Konzerte im Jahr 2026

→Von Malta bis Boston, von Leipzig bis Sevilla – Barock- und Alte Musik läutet das Jahr 2026 in vielfältiger Form ein: Liturgie, Konzerte, Recitals, Kulturerbe und Überraschungen. Rückblick in Bildern auf eine Woche voller Veranstaltungen, Interpreten und symbolträchtiger Orte.

Malta, Sevilla, St. Albans, Gstaad, Leipzig, Boston: erste Konzerte im Jahr 2026

Valletta Baroque in der St. John’s Co-Cathedral

In Malta wurde die 14. Ausgabe des Valletta Baroque Festivals in der beeindruckenden Kulisse der St. John’s Co-Cathedral mit Bonaventura Rubinos (1600–1668) Messa de Morti a 5 concertata eröffnet. Das Werk wurde von der Capella Musicale della Chiesa di Santa Maria di Campitella in Rom zusammen mit dem Ensemble Cantoria unter der Leitung von Vincenzo Di Betta aufgeführt. Diese Messe ist für Malta von besonderer Bedeutung: Sie wurde um 1653 komponiert, und die einzige bekannte gedruckte Kopie der heute verlorenen Manuskriptpartitur wird im Musikarchiv der Kathedrale von Mdina aufbewahrt.

Mit der Capella Musicale della Chiesa di Santa Maria di Campitella, dem Ensemble Cantoria und Vincenzo Di Betta.

© Luis Ollero

Accademia del Piacere in Sevilla

In Sevilla spielten Fahmi Alqhai und die Accademia del Piacere vor ausverkauftem Haus im Espacio Turina ein Programm, das ganz dem Cancionero de la Sablonara gewidmet war. Diese Sammlung vereint weltliche mehrstimmige Lieder aus Spanien und Portugal aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Mit Fahmi Alqhai und der Accademia del Piacere.

© The Sixteen

The Sixteen in der Kathedrale von St. Albans (Vereinigtes Königreich)

In der Kathedrale von St. Albans brachte der Chor The Sixteen unter der Leitung von Eamonn Dougan acht Sänger zusammen, um ein Programm mit Chormusik zu präsentieren, das unter anderem Palestrina, Josquin, Carissimi und Victoria gewidmet war. Das Konzert fand in einer beeindruckenden Kulisse statt: Drei monumentale Skulpturen von Walen hingen im Kirchenschiff und wurden am Abend beleuchtet. Diese Installation der Künstlerin Tessa Campbell Fraser ist während der regulären Öffnungszeiten der Kathedrale zu sehen.

Mit dem Chor The Sixteen und Eamonn Dougan.

© Patricia Dietzi

Jakub Józef Orliński in Gstaad (Schweiz)

Der Countertenor Jakub Józef Orliński und der Pianist Michał Biel eröffneten das Jahr 2026 beim Neujahrsmusikfestival in Gstaad in der Kirche von Rougemont. Ihr Programm „Liebe und Feen“ umfasste Werke von Bach, Händel, Purcell und Karłowicz.

Mit Jakub Józef Orliński und Michał Biel.

© Thomaskirche Leipzig

Bach in der Thomaskirche Leipzig

In einer verschneiten Landschaft führte der Thomanerchor Leipzig gemeinsam mit dem Gewandhausorchester Johann Sebastian Bachs Kantate „Liebster Jesu, mein Verlangen“ BWV 32 auf, mit Gerlinde Sämann (Sopran) und Daniel Ochoa (Bass) als Solisten. Dieses Konzert war die erste Motette des neuen Jahres. Unter der Leitung von Kantor Andreas Reize standen außerdem Werke von Heinrich Schütz, Erhard Mauersberger, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm, an denen auch der Thomasorganist Johannes Lang mitwirkte.

Mit Gerlinde Sämann, Daniel Ochoa, Johannes Lang, dem Thomanerchor, dem Gewandhausorchester und Andreas Reize.

© Boston Baroque

Händel… und ABBA mit Boston Baroque

Im Sanders Theatre der Harvard University in Boston gab Marc Minkowski sein Debüt mit Boston Baroque und bot ein glanzvolles Neujahrsprogramm mit Mozarts Sinfonie Nr. 1, Händels kompletter Wassermusik und zum Abschluss einer klassischen Bearbeitung von ABBAs „Gimme Gimme Gimme”.

Mit Boston Baroque und Marc Minkowski.