In Hanoi (Vietnam), „französische Meisterwerke“ mit dem Orchestre de l’Opéra Royal von Versailles
In der Ho-Guom-Oper in Hanoi präsentierten das Orchester, der Chor und die Akademie der Opéra Royal von Versailles unter der Leitung von Victor Jacob zwei Abende mit Opernarien der „französischen Meisterwerke“, in Anwesenheit des Staatspräsidenten Tô Lâm, der Minister für Kultur, Inneres und Auswärtige Angelegenheiten sowie vor mehr als tausend Zuschauern.
Mit Julien Behr, Fanny Valentin, Camille Taos-Arbouz De Morgon, Alexandre Adra, Victor Jacob und das Orchestre & Chœur de l’Opéra Royal von Versailles.

In Luçon (Frankreich), ein „Stabat Mater“ mit Les Arts Florissants
Zum Abschluss der 10. Ausgabe des Festival de Printemps in der Vendée führten die Sänger und Instrumentalisten von Les Arts Florissants in der Kathedrale von Luçon das „Stabat Mater“ von Domenico Scarlatti auf. Dieses Werk, das wahrscheinlich zwischen 1714 und 1719 in Rom komponiert wurde, schildert mit beeindruckender Ausdruckskraft die Leiden der Mutter Christi zum Zeitpunkt der Kreuzigung und ist zweifellos das berühmteste und meistgespielte geistliche Werk des Komponisten.
Mit Les Arts Florissants.

In Wien spielt Emmanuel Arakélian Bach auf der Orgel des Stephansdoms
Vor mehr als 600 Zuhörern gab Emmanuel Arakélian ein Konzert auf der neuen Orgel des Stephansdoms in Wien. Diese erst 2020 eingeweihte Orgel zeichnet sich dadurch aus, dass sich der Spieltisch in der Mitte des Kirchenschiffs befindet, sodass das Publikum das virtuose Spiel der Organisten auf den fünf Manualen des Instruments bewundern kann. Auf dem Programm standen Präludien, Arien und Fugen von Bach, aber auch Werke von Alexandre-Pierre-François Boëly, Felix Mendelssohn und Sergej Rachmaninow.
Mit Emmanuel Arakélian.

In Tallinn (Estland): Couperin und C. P. E. Bach, gespielt von Aline Zylberajch
Zur Eröffnung des 14. Cembalo-Festivals in Tallinn (Estland) präsentierte Aline Zylberajch ein Konzert mit dem Titel „Couperin – C.P.E. Bach, Maler zweier Seelen“. Obwohl sie in unterschiedlichen Epochen und sozialen Kreisen lebten – der eine am Hof von Versailles, der andere in den intellektuellen Kreisen Preußens –, verfolgten Couperin und C.P.E. Bach ein gemeinsames Ziel: den Zuhörer zu bewegen. Im direkten Vergleich lassen ihre Werke zwei künstlerische Sichtweisen des 18. Jahrhunderts erkennen, die sich mit derselben ästhetischen Frage auseinandersetzten: Wie kann Musik gleichzeitig Ordnung, Temperament, Verletzlichkeit und die Regungen der Seele zum Ausdruck bringen?
Mit Aline Zylberajch.

In Ávila (Spanien) singen die Renaissance Singers Werke von Sebastián de Vivanco
Der Londoner Chor „Renaissance Singers“, der in diesem Jahr sein 80-jähriges Jubiläum feiert, hat sich dazu entschieden, bei einem Konzert in der Kathedrale von Ávila die Musik von Sebastián de Vivanco in den Mittelpunkt zu stellen, indem er sein Requiem gemeinsam mit dem spanischen Vokalensemble Schola Antiqua unter der Leitung von Juan Carlos Asensio aufführt. Sebastián de Vivanco, ein eher unbekannter Komponist des spanischen Siglo de Oro (Goldenen Zeitalters), war neben Tomás Luis de Victoria Chorsänger in eben dieser Kathedrale und schlug wie dieser eine priesterliche Laufbahn ein. Zwischen 1607 und 1610 veröffentlichte er drei Bände mit ausgewählten Werken, darunter sein Requiem. Dieses wurde kürzlich von den Renaissance Singers aufgenommen und zuvor vom Musikwissenschaftler Jorge Martín neu herausgegeben.
Mit Schola Antiqua, Juan Carlos Asensio Palacios und The Renaissance Singers.

In Paris: Into the Wind und „Die Dame mit dem Einhorn“
Im Rahmen der Ausstellung „Einhörner“ im Musée de Cluny in Paris bot das Ensemble Into The Winds ein Konzert mit Gesprächsrunde zum Thema „Die Dame mit dem Einhorn in ihrem Reich“ an, das in die musikalische Welt des Frankreichs des 16. Jahrhunderts eintauchte – einer Zeit, in der unter anderem der berühmte Wandteppich mit dem gleichen Namen in Auftrag gegeben wurde.
Mit Maud Haering, Miguel Henry, Adrien Reboisson.

In Hamburg: Abschlusskonzert des 4. Bachfestes
Das Abschlusskonzert des IV. Internationalen Bach-Festivals in Hamburg im Großen Saal der Laeiszhalle stellte zwei farbenfrohe Beispiele des „weltlichen“ Johann Sebastian Bach in den Mittelpunkt. Im Dramma per musica „Der Zufriedengestellte Äolus“ (BWV 205) entfaltet der Komponist den ganzen Reichtum der orchestralen Palette und beschwört sowohl den tobenden Sturm als auch den sanften Windhauch herauf. In „Der Streit zwischen Phoebus und Pan“ (BWV 201) stellt Bach bewusst eine einfache, rustikale Musik für Pan einer eleganten, virtuosen Musik für Phébus gegenüber, was zu einem charmanten und geistreichen musikalischen Wettstreit führt. Bei diesem Konzert wurden der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor aus Hamburg und das Ensemble Barucco aus Wien im ersten Stück von David Chin und im zweiten von Hans Jörg Albrecht dirigiert.
Mit Catalina Bertucci, Sophie Rennert, Daniel Johannsen, Shimon Yoshida, Klaus Häger, Daniel Ochoa, David Chin, Hansjörg Albrecht, der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg und das Ensemble Barucco.



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