Alessandro Severo von Händel in Český Krumlov (Tschechische Republik)
Das Internationale Musikfestival von Český Krumlov in Tschechien war für seine beiden Opernaufführungen in diesem Jahr ausverkauft – sie fanden im barocken Schlosstheater statt, einem der wenigen in Europa, das im Originalzustand erhalten geblieben ist. Händels Alessandro Severo wurde dort erstmals in Tschechien aufgeführt, in einer Inszenierung von Monika Hosmanová mit Collegium Marianum unter der Leitung von Jana Semerádová.
Mit Hana Blažíková, Sylva Čmugrová, Helena Kalambová, Tereza Zimková, Vojtěch Pelka, Jaromír Nosek, Collegium Marianum und Jana Semerádová.

Ariadne Alive in Zadar (Kroatien)
Premiere in einer außergewöhnlichen Kulisse für Ariadne Alive in Zadar, Kroatien: Die vorromanische Kirche St. Donatus – das venezianische „Zara“ – wurde im 9. Jahrhundert auf kreisförmigem Grundriss über den Ruinen des römischen Forums der Stadt errichtet und diente als Rahmen für diese von Olivier Lexa und Katarina Livljanić nach Texten von Ovid geschaffene Aufführung.
Mit Pino De Vittorio, Albrecht Maurer, Norbert Rodenkirchen, Bor Zuljan, ensemble Dialogos und Katarina Livljanić.

Hervé Niquet und Striggio in Saintes (Frankreich)
Zum Abschluss des Festivals von Saintes präsentierten Hervé Niquet und sein Concert Spirituel Extravaganzen der italienischen Renaissance und des Barock, darunter die monumentale Messe für 40 Stimmen von Alessandro Striggio. Dieses Meisterwerk des europäischen Kontrapunkts, von ungeahnter Größe und Sinnlichkeit, wurde am Hof der Medici in Florenz komponiert. Vom Komponisten an den bedeutendsten Höfen Europas aufgeführt und von vielen Musikern bewundert, verschwand das Werk über vier Jahrhunderte lang – bis es zufällig von Dominique Visse in der Bibliothèque nationale de France wiederentdeckt wurde.
Mit Le Concert Spirituel und Hervé Niquet.
💬 Lesen Sie das Porträt-Interview mit Hervé Niquet im Total Baroque Magazine.

Nevermind beim Festiwal Bachowski Świdnica (Polen)
Das Ensemble Nevermind entführte das Publikum des Festiwal Bachowski Świdnica in Polen in die Welt der Kammermusik des 18. Jahrhunderts und präsentierte Quartette von Georg Philipp Telemann und Jean-Baptiste Quentin. In der Friedenskirche zeigte das subtile Zusammenspiel von Flöte, Violine, Viola da Gamba, Cembalo und Orgel die Innovationskraft Telemanns und die französische Eleganz Quentins.
Mit ensemble Nevermind.

Martyna Pastuszka und {oh!} Orkiestra in Haapsalu (Estland)
Das Festival von Haapsalu in Estland widmete einen ganzen Tag polnischen Künstler:innen. In der Kathedrale von Haapsalu präsentierten Martyna Pastuszka und ihr Ensemble {oh!} Orkiestra bekannte Melodien aus dem 17. und 18. Jahrhundert: P. Gautier, J. Marchand, J. Dowland, J. Schop.
Mit Michaela Koudelková, Anna Firlus, Thomas Pokrzywiński, Mauro Pinciaroli, {oh!} Orkiestra und Martyna Pastuszka.

Giulio Cesare, Dmitry Tcherniakov und Emmanuelle Haïm in Salzburg
Premiere von Händels Giulio Cesare in Salzburg und neue Zusammenarbeit zwischen Regisseur Dmitry Tcherniakov und Dirigentin Emmanuelle Haïm mit Le Concert d’Astrée. Echtes deutsches Regietheater in einem Atombunker-Dekor, das die physische Ausdauer der Sänger: innen herausfordert.
Mit Christophe Dumaux, Olga Kulchynska, Lucile Richardot, Federico Fiorio, Yuriy Mynenko, Salzburger Bachchor, Le Concert d’Astrée und Emmanuelle Haïm.

Franco Fagioli und die Opéra Royal de Versailles auf Nordamerika-Tour
Kalifornien, New York, Montreal, Toronto: Eine Premiere für Franco Fagioli und die Opéra Royal de Versailles. Eine fünftägige Nordamerika-Tournee, von der Presse gefeiert, insbesondere beim Festival de Lanaudière nahe Montreal, dem bedeutendsten Klassikfestival Kanadas. Franco Fagioli sang Arien für Velutti, den letzten Kastraten.
Mit Franco Fagioli, Orchestre de l’Opéra Royal de Versailles und Stephan Plewniak.

Anna Danilevskaia und Sollazzo in Brügge und Antwerpen
Ein sehr internationaler Sommer für Anna Danilevskaia und ihr Ensemble Sollazzo. Nach der Eröffnung des MA-Festivals in Brügge mit einem auf 25 Musiker:innen erweiterten Ensemble und dem Programm Pracht und Glanz des Mittelalters (Johannes Pullois, Guillaume Dufay, Matteo da Perugia), gab das Ensemble Konzerte und Meisterklassen an der Juilliard School in New York und in Drottningholm (Schweden). Danach trat es beim Laus Polyphoniae in Antwerpen auf, vor dem Festival in Utrecht. Nächstes Konzert: Anfang September in Lüttich, gewidmet dem Chansonnier von Leuven.
Mit Anna Danilevskaia und ensemble Sollazzo.
💬 Entdecken Sie die Geschichte des Chansonnier von Leuven im Total Baroque Magazine.

Südamerikanisches Bach-Festival in Asunción (Paraguay)
In der zweiten Julihälfte fand in Asunción das südamerikanische Bach-Festival statt. In zehn Tagen bot das Festival über zwanzig Veranstaltungen: Konzerte, Vorträge, Meisterklassen, Workshops, Gespräche und Aktivitäten für Kinder – mit nationalen und internationalen Künstler:innen. Dietrich Buxtehudes Membra Jesu nostri wurde in den Kathedralen von Villarrica und Caazapá sowie in der Kirche San Francisco in Asunción aufgeführt.
Mit Paraguay Barroco und Alexandre Chauffaud.

Scarlatti, Ana Vieira Leite und Carlos Mena in Granada
Im Rahmen des Festivals für Musik und Tanz in Granada sangen Ana Vieira Leite und Carlos Mena – beide in Doppelfunktion als Sänger:in und Dirigent:in – zwei Kantaten von Alessandro Scarlatti aus der Madrider Nationalbibliothek anlässlich seines 300. Todestages. Außerdem erklangen Werke von Francesco Durante. Das Konzert fand in der prachtvollen Kirche des Kartäuserklosters La Cartuja statt, die zu Recht als eines der schönsten Beispiele barocker Architektur Spaniens gilt.
Mit Ana Vieira Leite und Carlos Mena.
💬 Lesen Sie das Tourneetagebuch von Ana Vieira Leite im Total Baroque Magazine.



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