Die französisch-amerikanische Cembalistin Lillian Gordis, in Berkeley geboren und seit ihrer Jugend in Paris ansässig, hat sich als eine der prägenden Stimmen ihrer Generation auf dem internationalen Parkett etabliert. Gefeiert für die expressive Kraft ihres Spiels und ihren intellektuellen Tiefgang, wird die „Martha Argerich des Cembalos“ regelmäßig zu den großen Festivals in Europa und den USA eingeladen, während sie parallel eine vielbeachtete diskographische Karriere verfolgt.
Von der Statue zum lebendigen Körper: Camille Delaforge vereint zwei französische Partituren des 18. Jahrhunderts rund um den Mythos Pygmalion – Rameaus Ballettakt und eine bislang unveröffentlichte Cantatille von Antoine Bailleux, einem heute vergessenen Zeitgenossen. Mit Mathias Vidal als Solisten macht diese Aufnahme den schöpferischen Akt selbst hörbar.
Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens von Gli Angeli Genève zieht der Dirigent und künstlerische Leiter Stephan MacLeod Bilanz eines eigenen Weges innerhalb der europäischen Barockszene. Zwischen Genfer Verwurzelung, Anspruch auf Exzellenz und weit gespannter Repertoireerkundung markiert das Ensemble diesen Meilenstein mit einem Großereignis: der Veröffentlichung eines Schubers mit sämtlichen Bach-Kantaten, Ergebnis von nahezu fünfzehn Jahren Arbeit.