lm Mittelpunkt des Programms vom 25. Juli bis 31. August stehen mit «Ifigenia in Aulide» von Antonio Caldara und «Ifigenia in Tauride» von Tommaso Traetta zwei Opernwiederentdeckungen, die einander Vorgeschichte und Fortsetzung sind. Bei der Barockoper:Jung, Antonio Vivaldis «Il Giustino», besteht der Cast aus Teilnehmenden des letztjahrigen Cesti-Wettbewerbs.
Neben den Opern finden sich im Programm weitere Konzerte, die in ihrer programmatischen Bandbreite die Diversitat der Alten Musik widerspiegeln. GroBen der Szene wie Andreas Scholl, Giovanni Antonini und Christina Pluhar sind im Programm ebenso vertreten wie Le Concert de la Loge und andere gefeierte Künstler*innen.
Der Vorverkauf startet am 13. Dezember 2024.
Die beiden Opernproduktionen erzahlen in einer Fortsetzungsgeschichte das Schicksal der mythologischen Figur lphigenia, Tochter Agamemnons und Clitennestras. Beide Werke sind Teil der Österreichischen Musikgeschichte, worauf Ottavio Dantone seit seinem Antritt als
Musikalischer Leiter einen Fokus legt: Antonio Caldaras «Ifigenia in Aulide» wurde 1718 in Wien uraufgeführt, wo auch Tommaso Traetta einige Jahrzehnte später seine «Ifigenia in Tauride» auf die Bühne brachte. ln der ersten szenischen Produktion von Caldaras «Ifigenia» seit über 300 Jahren wird die spanische Kompanie PerPoc unter der Regie von Anna Fernandez mit Puppenspiel in barocker Bühnenasthetik begeistern. Die Musikalische Leitung übernimmt Ottavio Dantone mit der Accademia Bizantina Carlo Vistoli (Achille) gibt sein FestwochenDebüt, Marie Lys verkbrpert die Titelrolle. ln weiteren Rollen sind die ehemaligen CestiTeilnehmer*innen Laurence Kilsby (Ulisse), Filippo Mineccia (Teucro), Neima Fischer (Elisena) und Giacomo Nanni (Arcade) neben Shakéd Bar (Clitennestra) und Martin Vanberg (Agamemnon) zu erleben. Die Premiere findet im Tiroler Landestheater am 8. August um 19 Uhr statt.
Tommaso Traettas «Ifigenia in Tauride» setzt die Geschichte am 27. August fort. Seit seiner Uraufführung 1768 in Wien erfreute sich das Werk im ausgehenden 18. Jahrhundert groBer Beliebtheit. Der zweite Teil der Opernreihe wird von Christophe Rousset und seinem Ensemble Les Talens Lyriques musikalisch gestaltet. Rodo Pérez übernimmt die Rolle der Ifigenia, Owen Willetts ist ais Oreste und Alasdair Kent ais Toante zu erleben. Karolina Bengtsson (Dori) und Suzanne Jerosme (Pilade) komplettieren die Besetzung. Die lnszenierung liegt in den Handen der renommierten deutschen Regisseurin Nicola Raab.
Ab 17. August 2025 bringen Cesti-Teilnehmer*innen des Vorjahres Antonio Vivaldis Oper «Il Giustino» auf die Bühne. Die Sanger*innen interpretieren das Dramma per musica in einer lnszenierung von Claudia Isabel Martin unter der Musikalischen Leitung von Stefano Demicheli. Es debütieren im Rahmen der Barockoper:Jung u.a. der Cesti-Gewinner Maximiliano Danta sowie die Zweitplatzierte Jiayu Jin.
Den glanzvollen Abschluss der lnnsbrucker Festwochen und dieser gemeinsamen Vision bildet traditionell das Finale des 16. CestiWettbewerbs am 31. August.
Seit ihrer Gründung 1976 sind die lnnsbrucker Festwochen Ausgangspunkt zahlreicher Künstler*innenkarrieren und weltweit eine der wichtigsten Adressen im Bereich der Alten Musik. 2026 feiern die lnnsbrucker Festwochen ihr 50-jahriges Bestehen. Ein Jubilaum, das ihre Vorreiterrolle im Bereich historisch informierter Aufführungspraxis unterstreicht.


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