JUGE TALENTE

Georgia Burashko: Von Wagner zur Alten Musik 

→Ausgebildet in Kanada und Europa sowie Absolventin des Jardin des Voix (Arts Florissants), erkundet die Mezzosopranistin Georgia Burashko die Alte Musik – zwischen stilistischer Neugier und Ensemblegeist.

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Georgia Burashko: Von Wagner zur Alten Musik 
„Ich wollte wirklich nicht Musikerin werden, fast schon aggressiv!“ © Alex Schröder

Die kanadische Mezzosopranistin Georgia Burashko veröffentlichte im Juni 2022 ihr Debütalbum Dal suono dolcissimo gemeinsam mit der italienischen Harfenistin Michela Amici. Das Album widmet sich der italienischen Musik des 17. Jahrhunderts sowie zeitgenössischen Werken für Gesang und Barockharfe, ein Programm, das das Duo bereits in Konzerten in Italien und den Niederlanden präsentierte. Georgia Burashko hat einen Bachelor-Abschluss in Gesang von der Schulich School of Music (McGill University, Montreal) und einen Master der Opernabteilung der University of Toronto. Ihre Ausbildung bereicherte sie durch Aufenthalte am Banff Centre for Arts and Creativity (Alberta, Kanada), in der Abtei Royaumont (Frankreich) und beimEuropäisches Hanse.  Als Mitglied der 11. Ausgabe des Jardin des Voix  (2023) tourte sie kürzlich unter der Leitung von William Christie und Paul Agnew mit Purcells Purcells The Fairy Queen. Zudem absolvierte sie einen Master in Alter Musik am Königlichen Konservatorium in Den Haag, wo sie mit einem Holland Fellowship ausgezeichnet wurde. 

Wie sind Sie Sängerin geworden? 

Georgia Burashko: Ich bin in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen. Meine Eltern ließen sich scheiden und heirateten wieder, als ich noch sehr jung war, sodass ich vier Elternfiguren habe, die alle professionelle klassische Musiker sind. Zwei von ihnen machen zeitgenössische Musik, die anderen beiden sind Streicher in Orchestern. Schon mit drei Jahren saß ich schwarz gekleidet im Orchestergraben oder bei Proben. Eigentlich wollte ich nicht Musikerin werden, ich wehrte mich fast aggressiv dagegen. Ich wollte Kriegsberichterstatterin werden, obwohl ich Musik sehr liebte. In der Schule habe ich immer im Chor gesungen, liebte die Bühne und habe viel Sprechtheater gespielt. Meine Mutter spielte im Orchester der Canadian Opera Company in Toronto. Zur Einweihung des neuen Opernhauses führten sie fünf Tage lang Wagners gesamten Ring auf. Das hat mein Leben völlig verändert. In meinem letzten Schuljahr durfte ich dem Regieassistenten bei einer Produktion der Zauberflöte helfen. Ich saß bei den Proben und dachte mir: „Ich möchte Sängerin werden.“ Daraufhin habe ich eine komplette Kehrtwende gemacht und einen Bachelor in klassischem Gesang begonnen. 

Angel

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