Ein Grammy Award 2026 für Amanda Forsythe und BEMF

Die Sopranistin Amanda Forsythe und das Boston Early Music Festival (BEMF) haben den GRAMMY Award 2026 für das beste klassische Solo-Vocalalbum für „Ino“, von Teleman gewonnen. Es wird von der Sopranistin Amanda Forsythe unter der musikalischen Leitung von Paul O’Dette & Stephen Stubbs und dem Dirigenten Robert Mealy interpretiert. Die spannende Kantate von Telemann, die Geschichte von Ino, stammt aus Ovids Metamorphosen. Dieses meisterhafte Miniaturwerk, das Telemann am Ende seines Lebens schrieb, schlägt eine Brücke zwischen Barock und Klassik und strotzt nur so vor funkelnder Theatralik und atemberaubender Virtuosität. Es ist der zweite GRAMMY Award für das BEMF, das 2015 den Preis für die beste Opernaufnahme für Charpentiers „La Descente d’Orphée aux Enfers” erhielt. Ino wurde 2021 in Boston inszeniert und im Juni 2025 beim Boston Festival wiederaufgenommen. Telemann war über 80 Jahre alt, als er Ino schrieb, eine dramatische Oper, die eine verzweifelte Frau zeigt, die versucht, sich und ihren Sohn vor ihrem wahnsinnig gewordenen Ehemann zu retten, bevor sie sich von einer Klippe stürzt und in eine Göttin verwandelt wird.

Das 1981 gegründete BEMF hat dazu beigetragen, den Ruf Bostons als amerikanische Hauptstadt der Alten Musik zu festigen. Das 24. Boston Early Music Festival findet vom 6. bis 13. Juni 2027 statt, mit der Uraufführung von „Emma und Eginhard”, einer weiteren Oper von Telemann, auf dem Programm.

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