Keisers „Octavia” in Boston
Es war das Highlight der Ausgabe 2025 des Boston Early Music Festivals: die Neuproduktion von Reinhard Keisers „Octavia”. Keisers monumentales Werk, das 1705 für die berühmte Hamburger Oper geschrieben wurde, bietet eine prächtige Aufführung und eine brillante Orchestrierung für eine nuancierte Geschichte über die Korruption der Macht und die Resilienz der Liebe. Auf der Bühne wird eine fantastische Parade von Philosophen, Clowns, Geistern und Despoten zum Leben erweckt, während die edle Octavia darum kämpft, den Sturm und die Grausamkeit um sie herum zu überleben. Mit einer Vielzahl von Tanzintermezzi, die in ein komplexes Libretto verwoben sind und große Leidenschaften fördern!
Mit Emőke Baráth, Douglas Ray Williams, Amanda Forsythe, Sherezade Panthaki, Aaron Sheehan, Hannah De Priest, Christian Immler, Michael Skarke, Richard Pittsinger, Marc Molomot, Jason McStoots, Gilbert Blin, dem Boston Early Music Orchestra, Robert Mealy und Marie-Nathalie Lacoursière.

Monteverdi in Cremona
Dreiunddreißig Jahre nachdem Davide Livermore einen Monteverdi-Gesangswettbewerb in Cremona gewonnen hatte und in der Zwischenzeit zu einem international anerkannten Regisseur geworden war, kehrte er in die lombardische Stadt zurück, um mit „Il ritorno di Ulisse in patria” (Die Rückkehr des Odysseus in sein Vaterland) seine erste Monteverdi-Inszenierung zu realisieren. Das Werk, mit dem das 42. Monteverdi-Festival eröffnet wurde, wurde im Teatro Ponchielli vom Orchester La Fonte Musica unter der Leitung von Michele Pasotti aufgeführt. Livermore war auch Teil der Gesangsbesetzung und verkörperte die Figur des Bettlers Iro.
Mit Mauro Borgioni, Margherita Sala, Jacob Lawrence, Luigi De Donato, Giulia Bolcato, Cristina Fanelli, Arianna Vendittelli, Valentino Buzza, Chiara Osella, Francisco Fernández-Rueda, Alberto Allegrezza, Alena Dantcheva, Davide Livermore, Arnaud Gluck, Roberto Rilievi, Matteo Bellotto und Chiara Brunello.

Vivaldi in Maguelone
Amandine Beyer und ihr Ensemble Gli Incogniti eröffneten das Festival für Alte Musik in Maguelone (in der Nähe von Montpellier) mit einer Feier zum 300-jährigen Jubiläum von Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Am selben Tag vermittelte Olivier Fourès, einer der größten Vivaldi-Spezialisten, Schlüssel zum Verständnis und zur (Wieder-)Entdeckung der berühmten Partitur des „Rothaarigen Priesters“. Zum Abschluss des Festivals boten Vincent Dumestre, Le Poème Harmonique und Isabelle Druet mit dem Vokalrezital „El Fenix de Paris“ spanische Musik aus dem barocken Paris.
Mit Amandine Beyer, Ensemble Gli Incogniti, Vincent Dumestre, Isabelle Druet und Le Poème Harmonique.

Bach in Leipzig
Das Bachfest in Leipzig ist in vollem Gange. Bis zum kommenden Sonntag, dem 22. Juni, geben sich in der Nikolaikirche, im Alten Rathaus oder in der Evangelischen Reformierten Kirche die größten Namen der Alten Musik und Bach heute die Klinke in die Hand: Ton Koopman und das Amsterdam Baroque Orchestra, Leonardo García-Alarcón und Cappella Mediterranea, John Eliot Gardiner und sein neues Ensemble Constellations, Reinhard Goebel und das Neue Bachische Collegium Musicum, Capricornus Basel, Jean-Guihen Queyras, Jean Rondeau und Nevermind, I Barochisti und Diego Fasolis, Solomon’s Knot, etc. (auf dem Foto: La Cetra Basel in der Nikolaikirche, unter der Leitung von Andrea Marcon).
Mit La Cetra Basel, Ton Koopman, l‘Amsterdam Baroque Orchestra, Leonardo García-Alarcón, Cappella Mediterranea, John Eliot Gardiner, Ensemble Constellations, Reinhard Goebel, Neues Bachisches Collegium Music, Capricornus Basel, Jean-Guihen Queyras, Jean Rondeau, Ensemble Nevermind, I Barochisti, Diego Fasolis und Solomon’s Knot.

Die Tagebücher von Charles Burney in Potsdam
Das Potsdamer Festival für Alte Musik Sanssouci wurde in der Friedenskirche in Potsdam mit einem Konzert von Max Emanuel Cenčić, mit der Flötistin Laura Quesada sowie Martyna Pastuszka und ihrem Ensemble {oh!} Orkiestra eröffnet. Mit Arien von Johann Adolf Hasse, Nicola Antonio Porpora, Antonio Vivaldi oder Händel erinnerte das Rezital an die Reiserouten und Tagebücher des Musikwissenschaftlers Charles Burney und stellte verschiedene musikalische Metropolen wie London, Paris, Wien oder Venedig vor.
Mit Max Emanuel Cenčić, Laura Quesada, Martyna Pastuszka, und em Ensemble {oh!} Orkiestra.



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