Vivaldi: Die Waisen von Venedig

→Die Waisenkinder von Venedig, die „Star“-Musikerinnen des 18. Jahrhunderts, gehörten zu den herausragendsten Interpretinnen der Werke Vivaldis. Beim Festival d’Ambronay präsentiert Les Cris de Paris unter der Leitung von Geoffroy Jourdain eine innovative Interpretation geistlicher Werke des Komponisten mit einem ausschließlich aus Frauen bestehenden Chor.

Die venezianischen Ospedali waren im 17. und 18. Jahrhundert für die Qualität ihrer Konzerte bekannt. Die Mädchen unter den Waisenkindern waren legendäre Interpretinnen. Und einige Berühmtheiten unterrichteten dort, darunter der beliebte, rothaarige Priester Antonio Vivaldi. Sein Gloria in D-Dur (1713) ist ein erstaunliches Beispiel für den Mythos, der diese Werke umgibt.

Waren die großen Chorwerke von Vivaldi ausschließlich für Frauenstimmen bestimmt? Geoffroy Jourdain stellt die These auf, dass dies der Fall war. Sein Ensemble Les Cris de Paris lädt uns ein, diese Stücke – von denen jedes für sich berühmt ist (Credo, Gloria, Magnificat) – mit neuen Ohren zu hören. Mit einem ausschließlich aus Frauen bestehenden Chor erstrahlen diese Meisterwerke in ungewöhnlichen Farben und erhalten eine geheimnisvolle Dimension.

Angel

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