Die 50. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik gingen am 30. August mit einer Rekordbilanz zu Ende. In einer Mitteilung gab das Festival bekannt, dass vom 24. Juli bis 30. August mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher 62 Veranstaltungen an zwanzig Spielstätten besuchten, darunter 23 kostenfreie Formate. Die Auslastung lag bei über 95 Prozent. Mit neun Prozent mehr verkauften Tickets und einem Einnahmenplus von acht Prozent kann das Festival auf eine besonders erfolgreiche Jubiläumsausgabe zurückblicken.
Unter der Leitfrage „Was feiern wir?“ blickte Innsbruck auf seine Geschichte zurück, ohne in Nostalgie zu verfallen: Sigiswald Kuijken und La Petite Bande, Alessandro De Marchi, Anna Bonitatibus sowie Attilio Cremonesi und das Freiburger Barockorchester erinnerten an einige prägende Kapitel aus fünfzig Jahren Festwochengeschichte.
Auch Francesco Corti und die Akademie für Alte Musik Berlin, Jean Rondeau, Giovanni Antonini oder das Orchestre de l’Opéra Royal de Versailles zählten zu den Erfolgen des Festivals, vielfach vor ausverkauftem Haus. Höhepunkt war die Wiederbelebung von Cestis monumentalem Il pomo d’oro, das lange als unaufführbar galt und von Ottavio Dantone teilweise rekonstruiert und dirigiert wurde. Mitwirkende waren die Accademia Bizantina, zwanzig Solistinnen und Solisten, Chor und Tänzerinnen und Tänzer. Alle drei Aufführungen der Inszenierung von Fabio Ceresa wurden mit Standing Ovations gefeiert. Auch die Zukunft kam nicht zu kurz: Die vier Vorstellungen von Händels Atalanta im Rahmen von Barockoper:Jung waren bereits Monate im Voraus ausverkauft; daneben standen youngbaroque & Masterclass sowie mehrere junge Ensembles auf dem Programm.
„Mir war wichtig, dass unser Jubiläum keine reine Retrospektive wird“, resümiert die Künstlerische Direktorin Eva-Maria Sens: die Vergangenheit ernst zu nehmen, um daraus Neues entstehen zu lassen. Ein Credo, das durchaus als Leitbild für die kommenden fünfzig Jahre dienen könnte.
Website des Festivals: https://www.altemusik.at/de

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