Saverne, ein kleines Städtchen mit tausend Einwohnern, rückte dank der Ansiedlung des Bistums und der Ankunft einer atypischen und außergewöhnlichen Persönlichkeit, Leopold V. von Österreich-Tirol, dem Bruder des Kaisers, ins Rampenlicht. Der junge Leopold, Erzherzog aus dem Hause Habsburg, wurde zum Weihbischof ernannt und übernahm 1606 die Führung des Hofes von Saverne. Dieser Wechsel markiert den Beginn einer beispiellosen Blütezeit der Musik in dieser kleinen Stadt, deren Ausstrahlung bis zum Weggang des Fürstbischofs nach Innsbruck 18 Jahre später, im Jahr 1625, andauerte.
Leopold von Österreich: Fürstbischof und Mäzen in Saverne
Leopold von Österreich wurde 1586 in Graz als Mitglied der kaiserlichen Familie der Habsburger geboren. Als Bruder des späteren Kaisers Ferdinand II. hatte er jedoch keine Chance, den Kaiserthron zu besteigen. Um dies auszugleichen, wurde er 1605 zum Bischof von Passau (heute Deutschland) und ein Jahr später zum Koadjutor von Straßburg ernannt. Der junge Fürst beschloss, sich in Saverne niederzulassen — wo er dem Bistum und dem bischöflichen Hof neue Impulse gab.
Leidenschaftlich an alter Musik interessiert und möchten Sie diesen nur für Abonnenten zugänglichen Artikel lesen?
Wenn Sie noch kein Abonnent sind, treten Sie der internationalen Total Baroque-Community bei. Abonnieren Sie hier ab 5,00€.
AbonnierenWenn Sie bereits Abonnent sind, melden Sie sich an.
Ich melde mich an



Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare abgeben zu können.
Anmelden