Mit diversen historischen Posaunen, mit Blockflöten, Tasteninstrumenten, Barockgitarre, Theorbe, Percussion, originellen Programmen und auch viel unternehmerischem Können steht Concierto Ibérico inzwischen nicht nur in der Bremer Glocke, sondern weit darüber hinaus für mitreißende Konzerte — und auch für neue Konzertformate. Ein Gespräch mit Lea Suter und Juan González Martínez.
Warum ist Ihr Ensemble entstanden?
Juan González Martínez: Ich habe es während meines Masterstudiums in Bremen gegründet – gewissermaßen aus der Not heraus, weil wir keine andere Möglichkeit hatten, uns mit der spanischen Musik der Renaissance und des Frühbarock zu beschäftigen. Erst nur mit einer Blockflötistin, später kam unser Gitarrist dazu, dann Lea, mit Cembalo, Orgel, Clavichord.
Lea Suter: Wir haben dann vor allem in der Corona-Zeit sehr intensiv angefangen, Programme zu gestalten und uns zu professionalisieren.
Wer fällt die Programmentscheidungen?
J. G. M.: Das machen wir gemeinsam. Häufig kommt es zu einer spontanen Idee, mal von Lea, mal von mir, dann machen wir ein Brainstorming und daraus entsteht eine Vorstellung davon, mit wem wir diese Idee umsetzen können.
L. S.: Oft bringt dann auch jemand, den wir für ein Programm einladen, selbst noch künstlerischen Input mit. Das war so mit einer Tänzerin, aktuell ist es so mit einem Komponisten, oder auch einem Gitarristen, der romantische Gitarren spielt.
Wie hat sich das Ensemble im Laufe der Jahre entwickelt?
J. G. M.: In Richtung zunehmend interdisziplinärer Projekte — weil wir unser Publikum möglichst vielseitig ansprechen wollen. Es war uns wichtig, aus dem trockenen wissenschaftlichen Modus herauszukommen, der die historische Aufführungspraxis häufig prägt.
Leidenschaftlich an alter Musik interessiert und möchten Sie diesen nur für Abonnenten zugänglichen Artikel lesen?
Wenn Sie noch kein Abonnent sind, treten Sie der internationalen Total Baroque-Community bei. Abonnieren Sie hier ab 5,00€.
AbonnierenWenn Sie bereits Abonnent sind, melden Sie sich an.
Ich melde mich an



Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare abgeben zu können.
Anmelden