Der Internationale Heinrich-Schütz-Preis 2026 geht an die deutsche Musikwissenschaftlerin Christina Siegfried, die das Heinrich Schütz Musikfest von 2009 bis 2025 leitete. Das Festival und seine Partner ehren damit eine Persönlichkeit, die über mehr als fünfzehn Jahre entscheidend dazu beigetragen hat, das dem Komponisten gewidmete Festival weit über Mitteldeutschland hinaus bekannt zu machen und Konzerte, Lesungen, Begegnungen und Forschung rund um Schütz und seine Zeit miteinander zu verbinden.
Ein Höhepunkt ihrer Amtszeit war Schütz 2022 – „weil ich lebe“ zum 350. Todestag des Komponisten: 199 Veranstaltungen wurden unmittelbar im Rahmen des Projekts organisiert, hinzu kamen rund 400 weitere Veranstaltungen weltweit und mehr als 25.000 Besucher innerhalb von dreizehn Monaten. Vor ihrer langjährigen Tätigkeit an der Spitze des Festivals war sie unter anderem von 1991 bis 2007 Chefdramaturgin der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci.
Der 2018 ins Leben gerufene Heinrich-Schütz-Preis würdigt Künstler, Forschende und Institutionen, die sich in besonderer Weise für die Aufführung, Vermittlung und Bewahrung des Werks von Schütz und der Musik seiner Zeit einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Hans-Christoph Rademann, Sir Roger Norrington, Françoise Lasserre, Silke Leopold, Musica Fiata und La Capella Ducale.
Das Heinrich Schütz Musikfest 2026 findet vom 2. bis 11. Oktober in Dresden, Gera, Bad Köstritz, Weißenfels und Zeitz statt. Die Preismedaille wird Christina Siegfried am 7. Oktober um 19 Uhr in der Dresdner Annenkirche überreicht. Die Gambistin Hille Perl hält die Laudatio, anschließend interpretiert der Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann, dem ersten Preisträger von 2018, die Geistliche Chormusik.
Offizielle Website: https://www.schuetz-musikfest.de/

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