Die Geschichte der Barockmusik in Japan ist weder ein einfacher kultureller Transfer noch eine aus Europa importierte Modeerscheinung. Sie entwickelte sich schrittweise an der Schnittstelle von Musikausbildung, Medien und einer einzigartigen Leidenschaft für das aufmerksame Zuhören … in den Cafés! Nach 1945, als die germanische und romantische Tradition den musikalischen Horizont noch weitgehend beherrschte, eröffnete die schrittweise Entdeckung des Barock neue ästhetische Perspektiven. Die Einführung der Blockflöte in den Schulen, die wegweisenden Sendungen des NHK, die Hörcafés, in denen europäische Schallplatten gespielt wurden, sowie der Erfolg der Pioniere der historisch informierten Aufführungspraxis haben eine echte japanische Barockkultur geprägt. Dieses Abenteuer, das heute von international anerkannten Ensembles wie dem Bach Collegium Japan und einer blühenden Künstlerszene getragen wird, zeigt, wie ein Repertoire, das im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts entstand, in Japan eine beispiellose und einzigartige Resonanz gefunden hat.
Von der zentralen Bedeutung der Barockblockflöte
Leidenschaftlich an alter Musik interessiert und möchten Sie diesen nur für Abonnenten zugänglichen Artikel lesen?
Wenn Sie noch kein Abonnent sind, treten Sie der internationalen Total Baroque-Community bei. Abonnieren Sie hier ab 5,00€.
AbonnierenWenn Sie bereits Abonnent sind, melden Sie sich an.
Ich melde mich an



Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare abgeben zu können.
Anmelden