Salzburg, Bayreuth, Melk, Halle, Basel, Regensburg

→Erleben Sie an diesem Pfingstwochenende eine deutschsprachige Tournee voller alter Musik von Regensburg in Deutschland über Österreich bis nach Basel in der Schweiz!

Salzburg, Bayreuth, Melk, Halle, Basel, Regensburg
Photo: Salzburger Festspiele

Hotel Metamorphosis in Salzburg

Die Salzburger Pfingstfestspiele 2025, die unter dem Motto „Venedig” stehen, wurden mit der Uraufführung von Hotel Metamorphosis eröffnet. Regisseur Barrie Kosky konzipierte das Stück als Pasticcio, das die musikalische Geschichte der Dogenstadt widerspiegelt. Für diese im Venedig des 17. und 18. Jahrhunderts beliebte Stilübung sammelte Kosky Texte aus Ovids Metamorphosen und fügte sie zur Musik von Antonio Vivaldi zusammen. Das Experiment, bei dem eine Starbesetzung zusammenkommt, soll Vivaldi durch die Perspektivierung der lateinischen Texte in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Mit Cecilia Bartoli, Varduhi Abrahamyan, Lea Desandre, Philippe Jaroussky, Angela Winkler, Il Canto Orfeo und den Musiciens du Prince unter der Leitung von Gianluca Capuano.

Foto: Donald Bentvelsen

Händels Deborah in Bayreuth

Nach Utrecht, Paris und Wien, Ende der (sehr!) internationalen Tournee im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth für die konzertante Version von Händels Deborah, einem großartigen Werk, das weniger oft gespielt wird, aber dennoch von unglaublicher Kraft ist.

Mit Sophie Junker, Jakub Józef Orliński, Sophia Patsi, Wolf Matthias Friedrich, Amelia Berridge, Kieran White, Donald Bentvelsen, dem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir und Ton Koopman.

Photo: Daniela Matejschek

Bach Vater und Sohn in Melk (Österreich)

Die Internationalen Barocktage des Stifts Melk wurden über Pfingsten im großen Saal des Gebäudes mit Bachs „Magnificat” von Vater und Sohn durch den Wiener Concentus Musicus und das Collegium Vocale 1704 unter der Leitung von Pablo Heras Casado spektakulär eröffnet. Diese Eröffnung war der Auftakt zu einer Reihe von 17 Konzerten an den vier Tagen des Pfingstwochenendes, die im Zeichen Marias und der Komponistinnen stehen.

Mit Nuria Rial, Shira Patchornik, Sophie Harmsen, Michael Schade, Johannes Kammler, demConcentus Musicus de Vienne, dem Collegium Vocale 1704 und Pablo Heras Casado.

Foto: Susanne Freytag

Il convito d’Alessandro in Halle

Il convito d’Alessandro, die italienische Version des Oratoriums Alexander’s Feast, eröffnete die Händelfestspiele 2025 in Halle. Diese italienische Adaption weicht nicht stark vom englischen Original ab und behält trotz eines umgeschriebenen Textes die gleichen Charaktere bei. Es war ein englischer Lord, der dem Großherzog der Toskana – dem späteren Kaiser Leopold II. – seine Liebe zu Händels Oratorien vermittelte. Die erste Aufführung des Werkes auf dem Kontinent fand am 21. April 1768 vor den Toren von Florenz in der Villa des Lord Cowper statt.

Mit Silvia Porcellini, Luigi Morassi, Guido Dazzini, dem Händelfestspielorchester Halle und Attilio Cremonesi.

Foto: Orpheus Festival

Collegium Vocale aus Gent in Basel

Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale aus Gent eröffneten in der Martinskirche in Basel das allererste Orpheus Vocal Festival mit „Anima mia“, einem Programm von Carlo Gesualdo. Die Geschichte des exzentrischen Komponisten Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa, der 1590 seine Frau und ihren Liebhaber in flagranti erwischte und sie kaltblütig tötete, ist allgemein bekannt. Kurz nach der Tat wurde sein viertes Madrigalbuch in Ferrara uraufgeführt. Es zeugt von einer beispiellosen und grenzenlosen Experimentierfreudigkeit, mit der Gesualdo die Ausdruckstiefe der Poesie in Musik einzufangen versucht.

Mit dem Collegium Vocale Gent und Philippe Herreweghe.

Tage Alter Musik Regensburg K.11 Dreieinigkeitskirche Ars Antiqua Austria (Österreich) St. Florianer Sängerknaben (Österreich) Splendor Austriae Höfischer Prunk in geistlichen Werken B.A. Aufschnaiter: Missa Laetemurine & H.I.F. Biber: Vesperae à 32 Franz Farnberger Einstudierung Gunar Letzbor Solovioline, Leitung Foto: Michael Vogl

Jubiläum bei den Tagen Alter Musik in Regensburg

Unter anderem eine moderne Uraufführung konnte man bei der 40. Edition der Tage Alter Musik Regensburg erleben: In der Dreieinigkeitskirche erklang erstmals seit 300 Jahren die 12-stimmige Missa Laetemurine des österreichischen Komponisten Benedikt Anton Aufschnaiter, gespielt vom Barockorchester Ars Antiqua Austria unter Leitung des Geigers Gunar Letzbor, der die Messe im Archiv des Stiftes Lambach wiederausgegraben hatte. Heinrich Ignaz Franz von Bibers fünfchörige Vesperae à 32 und sein Psalm Laetatus sum ergänzten dieses prachtvolle Programm, in dem das opulent besetzte Orchester mit den Solisten und Ripienisten der St. Florianer Sängerknaben zusammenarbeitete.

Mit den St. Florianer Sängerknaben, Markus Forster, Markus Miesenberger, Markus Stumpner, Gerd Kenda, Ulfried Staber, Ars Antiqua Austria und Gunar Letzbor.