Die Alte-Musik-Nominierten des Preises der deutschen Schallplattenkritik 2026

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat soeben seine Jahres-Longlist 2026 veröffentlicht. Unter den 119 ausgewählten Aufnahmen aller Genres stammen 17 aus den Bereichen Alte Musik, Barock und 18. Jahrhundert – genau jede siebte Einspielung.

Bach ist besonders stark vertreten: Raphaël Pichons und Pygmalions Johannes-Passion mit Julian Prégardien steht neben der Gesamteinspielung der 56 Choralkantaten durch Gli Angeli Genève und Stephan MacLeod sowie den 18 Leipziger Kantaten von Johann Ludwig Bach mit Johanna Soller und der Capella Sollertia.

Auch die Oper ist prominent vertreten: mit Cavallis La Calisto unter Sébastien Daucé mit Correspondances, Monteverdis L’incoronazione di Poppea unter Stéphane Fuget mit Les Épopées sowie Glucks Orphée et Eurydice mit Reinoud van Mechelen, Les Arts Florissants und Paul Agnew.

Bei den Tasteninstrumenten präsentiert Jean Rondeau, unter anderem gemeinsam mit dem Ricercar Consort, seine umfangreiche Gesamteinspielung der Werke Louis Couperins, während Marcin Świątkiewicz und Arte dei Suonatori die Cembalokonzerte und Sinfonien Johann Gottlieb Janitschs erkunden. Das Freiburger Barockorchester und Gottfried von der Goltz begeben sich derweil auf ihren Grand Tour durch das barocke Europa.

Auf der Longlist finden sich außerdem Solitude rund um Purcell und Corbetta mit dem Countertenor Reginald Mobley, Brandon Acker und Douglas Balliett; con afecto mit Werken von Francesc Valls, eingespielt von BachWerkVokal unter Gordon Safari; Roland de Lassus’ Pentecostes mit dem Lassus Chamber Choir unter Eoghan O’Donovan; sowie Weimar 1755 mit Ælbgut und der Capella Jenensis.

Hinzu kommen Mozarts Clavichord mit Georg Nigl und Alexander Gergelyfi, ein Programm rund um den Chevalier de Saint-Georges sowie zwei Mozart-Alben: die Gesamteinspielung der Violinkonzerte mit Roberto González-Monjas und dem Mozarteumorchester Salzburg sowie die Sinfonien Nr. 35 und 36 mit dem Dritten Violinkonzert, eingespielt von Aylen Pritchin, Il Pomo d’Oro und Maxim Emelyanychev.

Mit 17 Nominierungen unter 119 Titeln sind Alte Musik und das Repertoire des 18. Jahrhunderts in der Auswahl 2026 besonders stark vertreten. Das Jahresgremium des Preises der deutschen Schallplattenkritik wird aus der gesamten Longlist zehn Jahrespreise auswählen. Die Entscheidung fällt am 15. Oktober…