Alte Musik in Japan (2/2)

Barock in Japan? Die zeitgenössische japanische Szene

→Nach 1945 öffnete sich die japanische Musiklandschaft trotz der Dominanz eines germanisch-romantischen Modells nach und nach für neue Horizonte. Bach, Vivaldi oder Rameau fanden ihren Platz in einem Archipel, in dem Konzertsäle, Schulen, das Radio und sogar klassische Hörcafés eine entscheidende Rolle spielten. Zweiter Teil der Chronik einer faszinierenden Entdeckung, in der ausgerechnet die Blockflöte eine zentrale Rolle spielt!

Barock in Japan? Die zeitgenössische japanische Szene
Serien
Vollständige Geschichte:
  1. Teil 1:

    Barock in Japan? Von den Jesuitenmissionaren bis zu den Konzerten der 1930er-Jahre

  2. Teil 2:

    Barock in Japan? Die zeitgenössische japanische Szene

Die Geschichte der Barockmusik in Japan ist weder ein einfacher kultureller Transfer noch eine aus Europa importierte Modeerscheinung. Sie entwickelte sich schrittweise an der Schnittstelle von Musikausbildung, Medien und einer einzigartigen Leidenschaft für das aufmerksame Zuhören … in den Cafés! Nach 1945, als die germanische und romantische Tradition den musikalischen Horizont noch weitgehend beherrschte, eröffnete die schrittweise Entdeckung des Barock neue ästhetische Perspektiven. Die Einführung der Blockflöte in den Schulen, die wegweisenden Sendungen des NHK, die Hörcafés, in denen europäische Schallplatten gespielt wurden, sowie der Erfolg der Pioniere der historisch informierten Aufführungspraxis haben eine echte japanische Barockkultur geprägt. Dieses Abenteuer, das heute von international anerkannten Ensembles wie dem Bach Collegium Japan und einer blühenden Künstlerszene getragen wird, zeigt, wie ein Repertoire, das im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts entstand, in Japan eine beispiellose und einzigartige Resonanz gefunden hat.

Von der zentralen Bedeutung der Barockblockflöte

Angel

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