Anlässlich des 250. Todestages von Filippo Finazzi (1705–1776) widmet die Hamburger Ratsmusik dem Künstler im Jahr 2026 ein umfangreiches Bühnenprojekt mit dem Titel „Der Farinelli des Nordens“. Getragen von der Sopranistin Kerstin Dietl und unter der Leitung der Gambistin Simone Eckert, erwecken Konzerte in Hamburg, Sülfeld, Flemhude oder auch auf Schloss Celle seine Kantaten, Sinfonien und unveröffentlichten Arien zu neuem Leben. Dabei ersteht weit mehr als nur ein vergessener Name wieder auf: Es ist ein ganzes Kapitel des musikalischen Hamburgs im 18. Jahrhundert. Als italienischer Kastrat, der zum gefeierten Sänger, Komponisten, Kavalleriehauptmann und schließlich zum Grundbesitzer im Hamburger Umland wurde, durchquerte Finazzi Europa zwischen Opernbühnen, Schlachtfeldern und norddeutschen Fürstenhöfen. Es sind biografische Fragmente eines Schicksals, das eines Opernlibrettos würdig wäre.
„Finazzi singet gut“
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