Von Vache Baroque bis Bayreuth: Europäische Festivals feiern

→In diesem Sommer feierte das Festival-Europa die Alte Musik, von Vache Baroque bis Bayreuth, Mailand, Viterbo und Utrecht, mit Barockoper, geistlicher Polyphonie und innovativen Aufführungen.

Von Vache Baroque bis Bayreuth: Europäische Festivals feiern
Opéra Pompeo Magno (Cavalli) © Clémens Manser/BBOF

Pompeo Magno von Cavalli beim Bayreuth Baroque Festival.

Das Festival Bayreuth Baroque wurde in der Markgrafen-Operhaus Bayreuth mit einer Aufführung der Oper Pompeo Magno von Francesco Cavalli eröffnet. Der Regisseur Max Emanuel Cenčić blieb dem Geist des venezianischen Musiktheaters von Cavalli treu und kombinierte Masken der Commedia dell’arte, Travestiten und Zwerge. Die musikalische Leitung übernahm Leonardo García-Alarcón, das Lichtdesign stammt von Léo Petrequin, das Bühnenbild von Helmut Stürmer, die Kostüme von Corina Gramosteanu und die Dramaturgie von Max Emanuel Cencic und Fabián Schofrin. Diese Inszenierung wurde vom Oper Magazin als ein seltenes Erlebnis gepriesen, das dem Publikum ein vollständiges Eintauchen in die Welt des Barock ermöglicht.

Mit Max Emanuel Cenčić, Mariana Flores, Valerio Contaldo, Alois Mühlbacher, Nicolò Balducci, Sophie Junker, Victor Sicard, Nicholas Scott, Valer Sabadus, Jorge Navarro Colorado, Dominique Visse, Kacper Szelążek und Marcel Beekman, begleitet vom Ensemble Cappella Mediterranea und dem Chor des Bayreuth Baroque Festival.

Festival Vache Baroque © DR

Campra beim Festival Vache Baroque (Großbritannien)

Das Festival Vache Baroque hat dieses Jahr vier Bühnenaufführungen von André Campra’s Carnaval de Venise als „Zirkus-Oper” auf dem Programm. Die musikalische Leitung übernahm Jonathan Darbourne, die Inszenierung James Hurley, der den Barockstil mit der Welt des Zirkus verband. Die Zirkusnummern wurden von Shane Hampden und Hannah Finn präsentiert und verliehen dieser Barockproduktion eine einzigartige visuelle Note.

Besetzung: Katie Bray (Léonore), Julieth Lozano (Isabelle), Tristan Hambleton (Rodolphe), Themba Mvula (Léandre), Giuseppe Pellingra (Plutone), Eleanor Broomfield (La Fortune), Feargal Mostyn-Williams (Orfeo)

Mit Katie Bray, Julieth Lozano, Tristan Hambleton, Themba Mvula, Giuseppe Pellingra, Eleanor Broomfield, Feargal Mostyn-Williams.

The Tallis Scholars © outre_digitalstudio

Die Tallis Scholars bei Milano Arte Musica

Außergewöhnlicher Abschlussabend bei Milano Arte Musica, dem Festival für Alte Musik in Mailand, in der Basilika Santa Maria della Passione. Die Tallis Scholars brachten zwei Meister der geistlichen Musik zusammen, die fünf Jahrhunderte trennen: Giovanni Pierluigi da Palestrina und den zeitgenössischen Esten Arvo Pärt, vereint durch die Reinheit und spirituelle Kraft ihrer Werke. Eine Gelegenheit, dem fünfhundertsten Geburtstag des Begründers der römischen Polyphonieschule der Renaissance, Palestrina, zu gedenken.

Mit den Tallis Scholars.

Konzert Ensemble Solazzo, großer Saal Tivoli Vredenburg © Fumo

1000 Musiker beim Festival in Utrecht

Le Poème Harmonique unter der Leitung von Vincent Dumestre sorgte beim Abschlusskonzert des Festivals in Utrecht mit einer konzertanten Fassung von Purcells Dido and Aeneas für einen gelungenen Abschluss. Während der zehn Tage des Festivals waren erneut mehr als 1000 Musiker bei 250 Konzerten im Einsatz. Besonders hervorzuheben ist die originelle Initiative der Early Music Breakfast Shows, moderiert von Jorge Losana vom Ensemble Cantoria, das auch drei Konzerte gab.

Mit Le Poème Harmonique unter der Leitung von Vincent Dumestre, dem Ensemble Sollazzo und dem Ensemble Cantoría.

Silvia Frigato © Daniele Veglianti D&A PHotographs

Das Stradella-Festival in Viterbo (Italien)

Silvia Frigato und das Ensemble Mare Nostrum unter der Leitung von André de Carlo eröffneten das Stradella-Festival in Viterbo (Italien) mit ihrem Programm „Un ange au paradis” (Ein Engel im Paradies) aus dem Gesangbuch von Orrigoni. Dieses Programm, das auf CD aufgenommen wurde, ist ebenfalls für die Gramophone Awards 2025 in der Kategorie „Voice & Ensemble Award” nominiert.

Mit Silvia Frigatio und dem Ensemble Mare Nostrum unter der Leitung von André de Carlo.