Die 9. Ausgabe des Göttinger Händel-Wettbewerbs hat erneut die große Vitalität des Nachwuchses im Bereich der Alten Musik deutlich gemacht. Nach einem anspruchsvollen Wettbewerb und einem Preisträgerkonzert verlieh die Jury den Ersten Preis ex aequo an das Duo Lucescuro (Wien) und Les Arcanes Baroques (Den Haag). Das Duo Lucescuro, bestehend aus Viola da gamba und Cembalo, überzeugte durch seinen raffinierten Ansatz und seine einfühlsame Interpretation barocker Werke. Ihre musikalische Harmonie und ihre Virtuosität brachten ihnen zudem den Publikumspreis ein. Les Arcanes Baroques (Den Haag) beeindruckten die Jury durch ihre historische Genauigkeit und ihre mitreißende Energie. Zusätzlich zum Ersten Preis gewannen sie den Sonderpreis „Music and Space“, der ihnen im September 2026 die Türen zur Kölner Philharmonie öffnet, sowie den Bärenreiter-Urtext-Preis, den sie sich mit dem Furore Ensemble (Ukraine/Deutschland) teilten. Der Bärenreiter-Urtext-Preis würdigt herausragende Leistungen bei der Verwendung von Originalpartituren. Darüber hinaus wurde das Barque Ensemble (Polen) mit einer Einladung zum Festival Early Music Vancouver 2027 geehrt. Die Jury betont, dass diese Preisträgerliste die Vielfalt und den Reichtum der künstlerischen Ansätze dieser neuen Generation von Musikern verdeutlicht, die das Barockrepertoire mit Leidenschaft neu interpretieren.

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