Barock in Berlin, New York, Strasbourg, Paris, Clusone (Italien)

→Von Hervé Niquets „King Arthur“ in Paris über Sasha Waltz’ „Dido & Aeneas“ in Berlin bis hin zum Aufstieg eines neuen Ensembles in Straßburg – der Barockgeist hallt über alle Kontinente hinweg wider. Eine wöchentliche Auswahl an Bildern, die die Vitalität der Alten Musik heute feiern.

Barock in Berlin, New York, Strasbourg, Paris, Clusone (Italien)
Dido & Aeneas © Sebastian Bolesch

Dido & Aeneas“ kehrt mit Sasha Waltz nach Berlin zurück

Die charakteristische choreografische Oper „Dido & Aeneas” von Sasha Waltz & Guests kehrte nach Berlin zurück, um das zwanzigjährige Jubiläum und die hundertste Aufführung seit der Premiere im Jahr 2005 in Luxemburg zu feiern. Die Premiere fand am 25. November 2025 in der Staatsoper Unter den Linden statt, gefolgt von drei weiteren Aufführungen am 7., 12. und 14. November.

Mit Natalia Skrycka, Aphrodite Patoulidou, Marie-Claude Chappuis, Nicolay Borchev, Yannis François, Michael Smallwood, die Akademie für Alte Musik Berlin, das Vocalconsort Berlin und Christopher Moulds.

Dido und Aeneas“ von Purcell im Museo del Barrio (New York) © Opéra Lafayette

Dido & Aeneasin Washington und New York mit der Opéra Lafayette

Die Opéra Lafayette und ihr neuer künstlerischer Leiter Patrick Quigley eröffneten die Saison mit Purcells „Dido und Aeneas„, zunächst im Sixth & I in Washington, dann im El Museo del Barrio (Foto) in New York, bevor sie nach Memphis, Houston, Austin und Dallas tourten. Mary Elizabeth Williams kehrte nach ihrer vielbeachteten Darstellung in Édouard Dédés „Morgiane“ in der vergangenen Saison in der Titelrolle zur Opéra Lafayette zurück.

Mit Mary Elizabeth Williams, Elijah McCormack, Chelsea Helm, dem Orchestra and Choir of the Opéra Lafayette und Patrick Quigley.

Emmanuel Jacques, Francesca Aspromonte und Christophe Rousset beim Festival Musica Mirabilis © Matteo Gambarini

Christophe Rousset und Legrenzi bei Musica Mirabilis (Italien)

In Clusone, in der Nähe von Bergamo, präsentierte Christophe Rousset beim Musica Mirabilis Festival ein neues Programm, das Giovanni Legrenzi gewidmet war – einem „vergessenen Genie”, das 1626 in Clusone geboren wurde und 1690 in Venedig starb.

Mit Francesca Aspromonte, Emmanuel Jacques, Les Talens Lyriques und Christophe Rousset.

King Arthur“ von Purcell im Théâtre des Champs-Élysées © Cyprien Trollet

King Arthur“ und Hervé Niquet in Paris

Im Théâtre des Champs-Élysées in Paris präsentierten Hervé Niquet und Le Concert Spirituel eine erfrischend unorthodoxe Interpretation von Purcells „King Arthur„, angereichert mit verspielten theatralischen Elementen – Regenschirme, Hüte und Schals für das berühmte „Cold Song“!

Mit Hélène Guilmette, Floriane Hasler, Cyril Auvity, Robin Tritschler, Andreas Wolf, Le Concert Spirituel und Hervé Niquet.

Armonico Tributo in der Kirche Saint-Pierre-le-Jeune in Straßburg © Xavier Bertier

Ein neues Ensemble: Armonico Tributo in Straßburg

Mit einem Debütkonzert in der Kirche Saint-Pierre-le-Jeune in Straßburg feierte Armonico Tributo, ein neues Ensemble unter der Leitung der Violinistin Stéphanie Pfister, seine Premiere. Sie wählte ein Programm, das den „goûts réunis” – die Verschmelzung französischer und italienischer Stile – feiert, als Hommage an Georg Muffat (1653–1704), dessen Sammlung von Streichersonaten Armonico Tributo, die 1682 in Salzburg veröffentlicht wurde, den Namen des Ensembles inspirierte.

Mit Kazumi Hirugashi, Clotilde Sors, Juliette Shenton, Lucile Chionchini, Sven Boyny, Camille Sors, Kévin Bourdat, Élodie Peudepièce, Yuki Mizutani, Armonico Tributo und Stéphanie Pfister.

Das Freiburger Barockorchester in der Bamberger Konzerthalle © HGK

Das Freiburger Barockorchester in Bamberg

Das Freiburger Barockorchester eröffnete seine neue Saison – und kehrte nach zwanzig Jahren in die Konzerthalle Bamberg zurück – mit Händels Wassermusik. Die Aufführung veranlasste die Presse zu der Bemerkung: „Wer glaubte, Händels Wassermusik zu kennen, wurde heute Abend angenehm überrascht.“ Das Programm bot auch eine intimere Seite Händels mit der Triosonate in G-Dur, HWV 399, mit ihrer großartigen Passacaglia, und dem farbenfrohen Concerto a 4 in d-Moll, das lange Zeit Georg Philipp Telemann zugeschrieben wurde.

Mit dem Freiburger Barockorchester und Gottfried von der Goltz.