Voix et Route Romane: 35 Jahre auf den Spuren des Mittelalters im Elsass

Vom 28. August bis zum 20. September führt das Festival Voix et Route Romane zu seiner 35. Ausgabe erneut durch die romanischen Kirchen des Elsass. Unter der künstlerischen Leitung von Bruno Haller verbindet das Festival seinem Profil entsprechend die Entdeckung des kulturellen Erbes mit der Erkundung mittelalterlicher Repertoires. Das Programm reicht in diesem Jahr von den Anfängen der Mehrstimmigkeit bis zur Musik des späten Mittelalters.

Zu den eingeladenen Künstlern zählt laReverdie, das sein 40-jähriges Bestehen mit Der Tanz der 40 Jahre („La danse des 40 ans“) feiert, während Marc Mauillon & friends sich in Das Heilmittel des Glücks („Le remède de fortune“) Guillaume de Machaut widmen. Céladon beschäftigt sich mit den Cantigas de Santa Maria und dem Yvain-Roman, Obsidienne führt zurück zur Musik um das Jahr 1000, und Irini stellt mit Die Stadt der Frauen („La cité des dames“) und Invictae, wundersame Frauen („Invictæ, femmes miraculeuses“) weibliche Stimmen in den Mittelpunkt.

Auf dieser europäischen Reise sind außerdem Alkymia, Sollazzo, Leones und der Flötist Pierre Hamon zu erleben. An John Dowland, der vor vierhundert Jahren starb, erinnert Leones, bevor das Ensemble das Festival in Sélestat mit Die Welt nach Zacara („Le monde selon Zacara“) beschließt.

Das diesjährige Format verbindet die Konzerte „Epos“ um 18 Uhr mit den musikalischen „Ausflügen“ um 14.30 Uhr und zeichnet damit eine Route durch Rosheim, Ottmarsheim, Eschau, Surbourg, Straßburg, Murbach, Marmoutier und Dambach-la-Ville. Mehr als nur eine Folge von Konzerten bleibt Voix et Route Romane damit eines der wenigen französischen Festivals, bei denen die romanische Architektur selbst zum Wegbegleiter mittelalterlicher Musik wird.