Nach mehreren Jahren, die Johann Sebastian Bach gewidmet waren, entschieden sich die Organisatoren des renommierten Festivals Utrecht Oude Muziek im Jahr 2017, Vivaldi in den Mittelpunkt ihres thematischen Januartages zu stellen. So machte der Vivaldi Day Station im Herzen der Niederlande – eines protestantischen Landes, das auf den ersten Blick lange Zeit wenig empfänglich für die leidenschaftliche Brillanz und Pracht der Barockkunst schien. Doch zugleich waren die Niederlande auch ein Land der religiösen und künstlerischen Toleranz. Die einheimischen Musiker machten sich rasch die Techniken und Innovationen aus dem restlichen Europa zu eigen. Diese wunderbare Tradition musikalischer Offenheit lebt bis heute fort – in einem Land, das Einflüsse aus aller Welt aufnimmt. Dennoch bleibt es, wie viele andere europäische Staaten, nicht von politischen Umbrüchen und Extremismen verschont. Das Festival in Utrecht ist ein beeindruckendes Beispiel für diese weltoffene Haltung gegenüber Kunst und Kultur.
Im Januar 2017 feierten der Cembalist Benjamin Allard, das Ensemble Europa Galante unter Fabio Biondi und Collegium 1704 unter der Leitung von Václav Luks den „roten Priester“. In diesem Jahr jährt sich die Veröffentlichung der Quattro Stagioni, die 1725 in Amsterdam erschienen, zum 300. Mal. Total Baroque Magazine präsentiert Ihnen in dieser Woche das Konzert von Collegium 1704. Besonders hervorzuheben ist dabei die außergewöhnlich talentierte Altistin Lucile Richardot, die am 5. März bei den Victoires de la Musique Classique in Frankreich als „Lyrische Künstlerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde!
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