Versailles, Colmar, Barcelona, Tours

→Von Versailles nach Barcelona, über Colmar und Tours: Die Alte Musik lebt im Hier und Jetzt. Konzerte, Recitals, Auszeichnungen und neue Produktionen prägten eine Woche voller barocker und mittelalterlicher Resonanzen. Ein visueller Streifzug durch das lebendige Erbe der Alten Musik.

Versailles, Colmar, Barcelona, Tours
© Clément Vayssières

Jean Rondeau und Louis Couperin in Colmar

Zurück in Colmar, am berühmten Ruckers-Cembalo von 1624 im Musée Unterlinden, gab Jean Rondeau ein Recital mit Werken von Louis Couperin. Der 34-jährige Cembalist hat dort bereits mehrere Stücke für seine Gesamteinspielung der Werke Couperins aufgenommen (1626–1661, Onkel von François Couperin). Dieses monumentale Œuvre ist soeben in Form einer Box erschienen, die nahezu 200 Stücke für Cembalo sowie Werke für Orgel und Consort vereint.

Mit Jean Rondeau.

© Franck Putigny

„Die Siege Ludwigs XIV.“ in Versailles

In der Chapelle Royale des Schlosses von Versailles gaben Le Concert Spirituel unter der Leitung von Hervé Niquet gemeinsam mit den Mitgliedern der Académie de l’Opéra Royal und den Chantres du Centre de musique baroque de Versailles ein Konzert, das den Auftakt einer neuen Zusammenarbeit mit dem Centre de musique baroque de Versailles (CMBV) markierte. Auf dem Programm standen Werke für Doppelchor und doppeltes Orchester von Marc-Antoine Charpentier.

Mit Fanny Valentin, Marie Zaccarini, David Tricou, Anders J. Dahlin, Antoine Ageorges, Baptiste Bonfante, Olivier Bergeron, Thierry Cartier, Le Concert Spirituel, Les Chantres du Centre de musique baroque de Versailles und Hervé Niquet.

© DR

Jordi Savall beim Internationalen Katalonien-Preis 2025 in Barcelona

Jordi Savall und sein Ensemble Hespèrion XXI nahmen im Palau de la Generalitat in Barcelona an der Verleihung des Internationalen Katalonien-Preises 2025 teil, der den israelischen und palästinensischen Friedensaktivistinnen Yael Admi und Reem Alhajajra für ihre Initiative The Mothers’ Call verliehen wurde. Der mit 80.000 € dotierte Preis würdigt ihr anhaltendes Engagement für Versöhnung, Dialog und den Aufbau einer gemeinsamen friedlichen Zukunft im Nahen Osten. Für diesen Anlass versammelte Hespèrion XXI Musikerinnen und Musiker aus Israel und der Türkei.

Mit Hespèrion XXI und Jordi Savall.

© DR

Neue Produktion in Tours für Diabolus in Musica

Seit 1992 erforscht das Ensemble Diabolus in Musica von Tours aus das reiche Repertoire der mittelalterlichen Musik. Derzeit ist die Gruppe in der ehemaligen Wohnstätte des Dichters Ronsard, dem Prieuré Saint-Cosme bei Tours, in Residenz, wo sie ihre neue Produktion À même l’immense vorbereitet. Dieses Projekt verbindet mittelalterliche Musik mit zeitgenössischem Schreiben und führt durch ein Dutzend Orte, darunter Florenz, Chambord, das Musée de Cluny und Epidaurus.

Mit Axelle Tamby Bernage, Timothée Laine, Louis Capeille, Nicolas Sansarlat und Diabolus in Musica.