Montreal, Boston, Berlin, Paris, Úbeda, Espinho

→Diese Woche blicken wir zurück auf „Messiah“ in Montreal, Paris, Berlin und Boston, Scarlatti in Spanien und Vicente Lusitano in Portugal!

Montreal, Boston, Berlin, Paris, Úbeda, Espinho

Montreal: Messiah im Maison symphonique

Das Ensemble Caprice hat zusammen mit dem Ensemble ArtChoral im Maison symphonique in Montreal – vor einem Konzert in Quebec – nicht nur den Messiah, sondern auch Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium aufgeführt. Das Programm war als winterliches Diptychon konzipiert, das das England Händels und das Deutschland Bachs miteinander verband und die spirituellen und festlichen Anklänge zwischen den beiden Komponisten hervorhob.

Mit Marianne Lambert, Florence Bourget, Emmanuel Hasler, William Kraushaar, dem Ensemble Caprice und dem Ensemble ArtChoral.

© DR

Boston: Messiah in der Jordan Hall

Boston Baroque lud zu seinem traditionellen jährlichen Messiah in die Jordan Hall ein. In der Stadt hat sich dieser Messiah als Ritual zum Jahresende etabliert, und das Publikum setzt gerne die Tradition fort, beim Hallelujah-Chor aufzustehen, ein Erbe der Londoner Premiere von 1742.

Mit Amanda Forsythe, Paula Murrihy, Thomas Cooley, Roderick Williams, Boston Baroque und Filippo Ciabatti.

© Walter Tegbauer

Berlin: Messiah in der Philharmonie

Das Orchester der Händelfestspiele Halle und der Philharmonische Chor Berlin präsentierten ihrerseits ihre Version des Messias in der Berliner Philharmonie. In diesem symbolträchtigen Saal, der eher mit dem großen symphonischen Repertoire in Verbindung gebracht wird, erhielt Händels Oratorium durch die Größe des Chores und die Akustik des Raumes eine fast architektonische Dimension.

Mit Serafina Starke, Benno Schachtner, Benedikt Kristjánsson, Krešimir Stražanac, dem Orchester der Händelfestspiele Halle, dem Philharmonischen Chor Berlin und Florian Benfer.

© Christine Vuagniaux

Paris: Messiah in der Kirche Saint-Roch

Der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists eröffneten in der Kirche Saint-Roch in Paris ihre Europatournee mit Messiah, bevor sie nach Mailand, Rom und London weiterzogen. In diesem weitläufigen Gebäude im Stadtzentrum verstärkte die großzügige Akustik des Kirchenschiffs die spirituelle und theatralische Dimension des Oratoriums und fügte das Werk sowohl in eine liturgische als auch in eine konzertante Tradition ein.

Mit Ana Vieira Leite, Dame Sarah Connolly, Andrew Staples, William Thomas, dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und Christophe Rousset.

© FEMAUB

Úbeda (Spanien): Hommage an Scarlatti beim Festival von Úbeda y Baeza

Das Festival für Alte Musik von Úbeda y Baeza (FEMAUB) in Andalusien würdigte Alessandro Scarlatti. Das Ensemble Al Ayre Español unter der Leitung von Eduardo López Banzo präsentierte das Oratorium Il martirio di Santa Teodosi, das 1684 in Rom unter der Schirmherrschaft von Königin Christina von Schweden veröffentlicht wurde.

Mit Al Ayre Español und Eduardo López Banzo.

© Academia de Espinho

Espinho (Portugal): Conrad und Sadler für das Erbe von Vicente Lusitano

Im Rahmen einer Eeemerging+-Residenz bot das Duo Elias Conrad und Liane Sadler im Auditorium von Espinho in der Nähe von Porto ein Konzert, das die iberische und italienische Renaissance neu interpretierte und das Erbe von Vicente Lusitano (ca. 1507 – ca. 1573) würdigte. Der Komponist, dessen Nachname unbekannt ist – Lusitano bezeichnet lediglich seine portugiesische Herkunft –, war Priester und Mitglied der päpstlichen Kapelle, bevor er 1561 zum Protestantismus konvertierte.

Mit Elias Conrad und Liane Sadler.