Jupiter 2026–2027: von Dowland zu den Heldinnen des Barock

In seiner Saison 2026–2027 setzt Jupiter weiterhin auf Programme, die wie musikalische Erzählungen aufgebaut sind und Alte Musik mit überraschenden Seitenwegen verbinden. Rund um Thomas Dunford feiert das Ensemble den 400. Todestag von John Dowland, nimmt gemeinsam mit Lea Desandre Amazone wieder auf und präsentiert mit Manifest ein neues Programm, das den großen Frauenfiguren der Barockoper gewidmet ist.

Die Saison beginnt mit Dowland, dessen Lieder, Tänze und melancholische Werke Jupiter auf einer ausgedehnten Europatournee mit Gesang, Laute und Gambenconsort präsentiert. Nach einem ersten Termin in Schottland am 20. September führt das Programm unter anderem am 23. September nach Metz, am 9. Oktober in die Philharmonie de Paris und am 4. November in die Londoner Wigmore Hall.

Mit Lea Desandre nimmt das Ensemble anschließend Amazone für eine Nordamerika-Tournee von Schenectady bis Vancouver wieder auf, mit einem Zwischenstopp in New York. Diese Auseinandersetzung mit starken Frauenfiguren wird anschließend mit Manifest fortgesetzt. Circe, Armide, Alcina, Medea und Agrippina treffen hier auf Werke von Telemann, Händel, Lully, Desmarest, Arne, Torri und weiteren Komponisten. Das gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Yannis François entwickelte Programm kreist um Magie, Verführung, Macht und Verwandlung.

Daneben setzt Jupiter seine Ausflüge jenseits streng barocker Grenzen mit The Other Side fort, einem Programm, in dem Thomas Dunford die Laute mit Pop, Jazz und eigenen Kompositionen in Dialog bringt – von Dowland bis Leonard Cohen und den Beatles. Am 1. Februar trifft das Ensemble in London zudem erneut auf Kristian Bezuidenhout, diesmal mit einem Bach-Programm. Eine Saison ganz im Geist dieser flexibel besetzten Formation, die ebenso für ihre Verbundenheit mit dem historischen Repertoire steht wie für die Freiheit, dessen Grenzen immer wieder neu auszuloten.

Offizielle Website: https://www.jupiter-ensemble.com/