Als eine der führenden Persönlichkeiten der Renaissance des Zinks zeichnet Jeremy West einen Werdegang nach, der eng mit dem Aufschwung der Alten Musik in Großbritannien seit den 1970er Jahren verbunden ist. Ausgebildet an der Guildhall School of Music and Drama gegen Ende dieses Jahrzehnts, zusammen mit einer Generation von Pionieren, war er bereits in den 1980er Jahren am Aufbau eines noch jungen Milieus beteiligt, insbesondere mit der Gründung von His Majesty’s Sagbutts and Cornetts im Jahr 1982. Seine Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Paul McCreesh und dem Gabrieli Consort, die durch die Aufnahme von „A Venetian Coronation 1595“ („Eine venezianische Krönung“) im Jahr 1990 geprägt war, trug dazu bei, die Interpretationspraxis neu zu definieren. Parallel zu seiner Karriere als Musiker engagiert sich Jeremy West in der Vermittlung, insbesondere in Cambridge, wo er heute seine Überlegungen zum Klang, zur Klangmischung und zum Platz des Zinks in der zeitgenössischen Musiklandschaft fortsetzt. Hinter diesem Werdegang zeichnet sich die Geschichte eines Instruments ab, das lange Zeit am Rande stand und nun wieder in den Mittelpunkt der Praxis gerückt ist. Ein einzigartiger Werdegang zwischen Klangforschung und kollektivem Engagement, den dieses Interview hautnah nachzeichnet.
Ein Klang, der der Stimme sehr nahe kommt
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