Kretinga Festival

Die barocke Stimme Litauens 

→Seit 2017 hat sich das Festival von Kretinga als ein Höhepunkt des litauischen Sommers etabliert: Die Ausgabe 2025 feiert den 500. Geburtstag von Palestrina, von dem einstmals drei Schüler am Hof der Vasa in Vilnius glänzten. 

Die barocke Stimme Litauens 
Rodrigo Calveyra & Renata Dubinskaite, Kretinga Early Music Festival © Vita Jureviciene

Das 2017 um eine ganz besondere Orgel aus dem 17. Jahrhundert herum gegründete Festival, die im Franziskanerkloster von Kretinga wiederentdeckt wurde, hat sich inzwischen als ein bedeutendes Ereignis für Alte Musik im Baltikum etabliert. Auf Initiative des Zinkenisten und Blockflötist Rodrigo Calveyra und der Mezzosopranistin Renata Dubinskaitė erweckt das Festival das vergessene Erbe des litauischen Hofes der Vasa wieder zum Leben, indem es künstlerische Exzellenz, historische Forschung und Zugänglichkeit verbindet: Alle Konzerte sind gratis. Im Jahr 2025 feiert das Festival den 500. Geburtstag Giovanni Pierluigi da Palestrinas mit einer Reihe außergewöhnlicher Konzerte, aufgeführt von Vox Luminis, Marc Mauillon, Christopher Lowrey, Josué Meléndez und anderen. 

Eine Region auf der Suche nach alten Stimmen 

Im Bereich der Alten Musik in Nordosteuropa nehmen die baltischen Länder eine kontrastreiche Position ein. Lettland, mit seinen gut etablierten Festivals in Riga und aktiven Ensembles seit 20 oder 30 Jahren, spielt eine führende Rolle. Estland hat sich dank Formationen wie Hortus Musicus und verschiedenen Denkmalschutzprojekten in Haapsalu oder Tallinn ebenfalls als fruchtbarer Boden für die Wiederentdeckung Alter Musik erwiesen. Litauen hingegen, das lange Zeit über keinerlei Ausbildungsstrukturen für Alte Musik verfügte, verzeichnet einen gewissen Rückstand: Musiker, die sich für dieses Repertoire interessieren, müssen ins Ausland gehen, um sich ausbilden zu lassen, und viele bleiben dort für den Rest ihrer Karriere. In diesem Kontext entstand 2017 das Festival für Alte Musik in Kretinga, gegründet von Rodrigo Calveyra und Renata Dubinskaitė. 

Angel

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