Cesti Competition: Elene Gvritishvili gewinnt den ersten Preis in Innsbruck

Die russische Sopranistin Elene Gvritishvili hat am 30. August den ersten Preis bei der 17. Ausgabe des Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti gewonnen, der die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2026 beschloss. Auf den zweiten Platz kam die spanische Mezzosopranistin Laura Orueta, den dritten Preis erhielt der brasilianische Bassbariton Luis-Felipe Sousa, der zugleich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Der Young Artists Award ging an die russische Mezzosopranistin Lora Grigorieva.

Nicht weniger als 210 Sängerinnen und Sänger aus 29 Ländern hatten sich in diesem Jahr beworben; 86 reisten schließlich nach Innsbruck, neun von ihnen erreichten das Finale, das vor ausverkauftem Haus in der Haus der Musik stattfand und per Livestream übertragen wurde.

Über die eigentliche Preisliste hinaus bestätigt der Wettbewerb einmal mehr seine Funktion als Sprungbrett auf die internationale Barockbühne. Laura Orueta wurde zu einem Auftritt mit Il Gusto Barocco unter der Leitung von Jörg Halubek eingeladen, während Luis-Felipe Sousa eine Einladung zum Wiener Festival Resonanzen erhielt. Elene Gvritishvili wird bei Milano Arte Musica auftreten; die Mezzosopranistin Valentina Ferrarese erhielt den Allegorica Award, der Tenor Alessandro Vianelli ein Engagement bei Scherzi Musicali. Fünf weitere Kandidatinnen und Kandidaten werden 2027 an der Masterclass der Festwochen mit Anna Bonitatibus teilnehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe: Die Finalistinnen und Finalisten mussten unter anderem eine Arie aus Pergolesis Adriano in Siria interpretieren, einer Oper, die 2027 im Rahmen von Barockoper bei den Festwochen auf die Bühne gebracht werden soll, mit einer Besetzung, die aus den verschiedenen Wettbewerbsrunden hervorgeht. Den Vorsitz der Jury führte Sebastian Schwarz; ihr gehörten unter anderem Ottavio Dantone, Eva-Maria Sens, Anna Bonitatibus und Francesco Corti an. Siebzehn Jahre nach seiner Gründung bekräftigt der Cesti Competition damit mehr denn je seine Rolle als Labor und Talentschmiede für die neuen Stimmen der Barockoper.