Barock im Sommer: London, Salzburg, Warschau, Prémanon, Potsdam

→Von Salzburg über London bis nach Warschau und in den französischen Jura: Fünf Momentaufnahmen eines barocken Sommers – mit Proms-Debüt, Festivalpremieren und Open-Air-Konzerten.

Barock im Sommer: London, Salzburg, Warschau, Prémanon, Potsdam
© Le Consort (Instagram)

Le Consort bei den Proms in London

Théotime Langlois de Swarte und sein Ensemble Le Consort mit Justin Taylor, Hanna Salzenstein und Sophie de Bardonneche gaben ihr Debüt bei den Proms in London. In der ausverkauften Royal Albert Hall spielte das 21-köpfige Ensemble sein neues Programm – Vivaldi, Bach, Legrenzi, Uccellini, Matteis Jr., Marcello –, das live auf BBC 3 übertragen und für BBC4 gefilmt wurde.

Mit Justin Taylor, Hanna Salzenstein, Sophie de Bardonneche, Le Consort und Théotime Langlois de Swarte.

© SF/MarcoBorelli

Vox Luminis in Salzbourg

Das belgische Ensemble Vox Luminis unter der Leitung von Lionel Meunier eröffnete die Salzburger Festspiele 2025 mit Timor Dei, einem Konzert mit Oratorien von Giacomo Carissimi und seinem Schüler Marc-Antoine Charpentier, die sich um biblische Erzählungen drehen: die Geschichten von Jephthah und Jonas einerseits, Die Verleugnung des Heiligen Petrus – das bewegendste Oratorium Charpentiers zu diesem Thema – andererseits.

Mit Vox Luminis und Lionel Meunier.

© Musée de Varsovie/ Martha Ejsmont

Jakub Orliński in Warschau

Anlässlich des 72. Geburtstags der Altstadt von Warschau (der Große Platz wurde 1953 nach seiner vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg eingeweiht) lud das Warschauer Museum Jakub Orliński und den Pianisten Michał Biel zu einem großen Open-Air-Konzert ein. Auf dem Programm standen Barockmelodien und polnische Volksmusik.

Mit Jakub Orliński und Michał Biel.

© Marie Fady

Das Ensemble Céladon beim Festival Musique en Haut ! in Prémanon

Der Countertenor Paulin Bündgen und das Ensemble Céladon präsentierten No Time in Eternity beim Festival Musique en Haut ! in Prémanon im französischen Jura. Dieses Programm vereint elisabethanische Consort Songs von William Byrd für Gamben und Countertenor mit Werken des zeitgenössischen britischen Komponisten Michael Nyman und hebt über alle Zeitlichkeiten hinaus die künstlerische Brücke zwischen der Musik der Renaissance und der zeitgenössischen englischen Musik hervor.

Mit Céladon ensemble und Paulin Bündgen.

© Festspiele Potsdam Sanssouci

Ein venezianischer Abschluss in Potsdam

Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci endeten mit einer Reminiszenz an Venedig, einer obligatorischen Station der „Grand Tour“, dem Thema der Ausgabe 2025. In der Friedenskirche erinnert das 800 Jahre alte, originale goldfarbene Mosaik an der Decke an Murano, die Insel der venezianischen Glasbläser. Die Ausgabe 2025 des Festivals in Potsdam war geprägt von 24 Konzerten, 5 Opernaufführungen, 4 Open-Air-Konzerten und der Teilnahme von 344 Künstlern aus 17 verschiedenen Ländern.

Mit dabei unter anderem: Max Emanuel Cenčić, {oh!} Orkiestra, Diderot ensemble, Apollo’s Cabinet, Kammerorchester Basel, Sandrine Piau, A Nocte Temporis, Micrologus ensemble, Giulia Semenzato, Dorothee Oberlinger, Avi Avital, Per-Sonat und B’Rock Orchestra.

© IFdAM

Il Giardino Armonico eröffnet in Innsbruck

Die Festwochen Alte Musik Innsbruck wurden im Spanischen Saal von Schloss Ambras mit dem Konzert La sprezzatura des Ensembles Il Giardino Armonico unter der Leitung von Giovanni Antonini eröffnet. Dmitry Smirnov spielte die Violine in drei Konzerten von Antonio Vivaldi, Pietro Antonio Locatelli und Giuseppe Tartini. Den Abschluss bildete ein Konzert von Pietro Nardini, mit Giovanni Antonini an der Flöte.

Mit Dmitry Smirnov, Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini.