Acht Sängerinnen und Sänger, acht Länder und ein gemeinsames Ziel: zu zeigen, dass die nächste Generation des Barockgesangs bereits da ist. Bei seiner zweiten Ausgabe ist der internationale Wettbewerb Aria Borealis am 2. und 4. Oktober im Musiikkitalo in Helsinki zu Gast.
Nach einer Vorauswahl per Video wurden acht junge Künstlerinnen und Künstler ausgewählt: von der schwedischen Sopranistin Josefine Mindus über den französischen Countertenor Virgile Pellerin und die finnische Koloratursopranistin Maija Rautasuo bis zur Norwegerin Mari Aschehoug und der kroatischen Mezzosopranistin Lucija Ercegovac. Das Halbfinale ist als echtes Kammermusikkonzert konzipiert und überlässt den Sängerinnen und Sängern ungewöhnlich viel Eigeninitiative: Sie haben ihre Programme selbst zusammengestellt und leiten die Proben mit den Instrumentalisten. Zwei Tage später treffen sich alle zu einem halbszenischen Finale wieder: Transforming Fire, ein Pasticcio mit Musik aus Händels Semele, Acis and Galatea, Alcina und Il trionfo del Tempo e del Disinganno.
Neben Emma Kirkby gehören Veerle De Clercq, Justin Doyle und Jadran Duncumb der Jury an. Aria Borealis ist aber auch ein nordisches Gemeinschaftsprojekt: Getragen wird der Wettbewerb von Barokkanerne, Concerto Copenhagen, dem Drottningholm Baroque Ensemble und dem Finnish Baroque Orchestra, zu denen in Helsinki das estnische Ensemble Floridante hinzukommt. Eine ganz konkrete Möglichkeit, jungen Stimmen den Weg über nationale Grenzen hinweg zu öffnen.
Helsinki Early Music Festival: https://helsinkiearlymusicfestival.fi/en/
Aria Borealis: https://ariaborealis.com/

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