Mit Daphnis et Alcimadure schuf Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville eines der außergewöhnlichsten Werke des französischen Musiktheaters im 18. Jahrhundert. Die 1754 in Fontainebleau vor dem Hof Ludwigs XV. uraufgeführte Pastorale in drei Akten basiert auf einer Fabel von La Fontaine, verändert deren Ausgang jedoch grundlegend: Während die ursprüngliche Erzählung grausam endet, entscheidet sich Mondonville für eine versöhnliche Liebesgeschichte. Vor allem aber lässt er seine Figuren auf languedokischem Okzitanisch singen, während ein französischer Prolog die Jeux floraux, einen traditionsreichen Toulouser Dichterwettbewerb, und Clémence Isaure feiert, die legendäre Gestalt, die als dessen Gründerin gilt.
Eine okzitanische Oper am französischen Hof
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