Vom 26. bis 28. November 2026 findet in Neapel die 14. Ausgabe des Internationalen Barockgesangswettbewerbs „Francesco Provenzale“ statt. Der 2003 von der Fondazione Pietà de’ Turchini ins Leben gerufene Wettbewerb hat sich zu einem wichtigen Sprungbrett für junge Sängerinnen und Sänger im Bereich der Alten Musik entwickelt: Zu den früheren Teilnehmern zählen unter anderem Carlo Vistoli, Silvia Frigato, Gaia Petrone und Giuseppina Bridelli.
Der Wettbewerb steht Sängerinnen und Sängern aller Stimmlagen bis einschließlich 35 Jahre offen und findet in der Kirche Santa Caterina da Siena, dem Sitz des Centro di Musica Antica Pietà de’ Turchini, statt. Die Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren Vokalrepertoire des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, mit besonderem Schwerpunkt auf der neapolitanischen Schule und ihren Meistern, von Francesco Provenzale über Alessandro Scarlatti und Pergolesi bis Paisiello. Die Mezzosopranistin Anna Bonitatibus übernimmt den Vorsitz einer internationalen Jury, der unter anderem Eva-Maria Sens, Direktorin der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Fulvio Macciardi, Superintendent des Teatro di San Carlo, Alessandro Trebeschi, Stefano Demicheli und der Musikwissenschaftler Paologiovanni Maione angehören.
Vergeben werden drei Preise in Höhe von 2.500, 1.500 und 1.000 Euro. Doch es geht um mehr als das Preisgeld: Der erste Preisträger wird an einer Produktion der Pietà de’ Turchini mitwirken, während weitere Kandidatinnen und Kandidaten für künftige Konzerte und Produktionen der Stiftung und ihrer internationalen Partner berücksichtigt werden können. Das Finale am 28. November ist öffentlich und wird von einem Preisträgerkonzert gefolgt.

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