„Die Hochzeit von Peleus und Thetis“ von Cavalli beim Monteverdi-Festival in Cremona
Im Teatro Ponchielli in Cremona wurde im Rahmen des 43. Monteverdi-Festivals die erste Oper von Francesco Cavalli, „Die Hochzeit von Thetis und Peleus“, in ihrer allerersten modernen Inszenierung präsentiert. Die musikalische Rekonstruktion unter der Leitung von Antonio Greco, der die Lücken in der Partitur anhand der einzigen bekannten handschriftlichen Quelle geschlossen hatte, ermöglichte eine vollständige Aufführung des Werks. Es war anlässlich des Karnevals von 1639 für das Teatro San Cassiano in Venedig komponiert worden. Die 28 Rollen in Orazio Persianis Libretto wurden jungen Sängern anvertraut, darunter mehrere Preisträger des Cavalli-Monteverdi-Wettbewerbs. Die Regisseurin Petra Deidda ließ die Sänger meist im Vordergrund agieren, sodass auch das Orchester für das Publikum sichtbar war. Diese Anordnung lud die Zuschauer ein, voll und ganz in diese „festa teatrale“ einzutauchen.
Mit Valentina Ferrarese, Ferran Albrich, Danilo Pastore, Angelo Testori, Alessandro Ravasio, Jorge Navarro Colorado, Mara Gaudenzi, Marzia Marzo, Benedetta Zanotto, Arrigo Liverani Minzoni, Matteo Laconi, Giacomo Pieracci, Maximiliano Danta, Gaia Ammaturo, Alessandro Simonato, Marcello Zinzani, Antonio Greco und dem Orchester und der Chor Cremona Antiqua.

In Potsdam: Barockmusik unter dem Blick von Raffael
Ein kleines Highlight der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci war das Debüt des Countertenors Andreas Scholl, der von der Flötistin Dorothee Oberlinger und der Cembalistin Olga Watts begleitet wurde. Sie präsentierten ein Programm aus Arien von Händel, Caldara, Corelli, Bach und Telemann. Das Konzert fand im Raffael-Saal der Orangerie des Schlosses statt. Dieser von Friedrich Wilhelm IV. entworfene, von Tageslicht durchflutete Raum beherbergt die königliche Sammlung von etwa fünfzig Kopien von Raffaels Gemälden. Dieser Saal beherbergt die königliche Sammlung von etwa fünfzig Kopien von Raffaels Gemälden und bildet somit einen einzigartigen Rahmen für diese Arien.
Mit Andreas Scholl, Dorothee Oberlinger und Olga Watts.

Eröffnung des Festivals „Montreal Baroque“
Das Festival Montréal Baroque wurde mit dem „Himmelfahrtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach in der Kapelle der Kirche Notre-Dame-de-Bon-Secours in Montreal eröffnet. Das Stück wurde vom Ensemble Caprice und dem Grand Chœur du Festival unter der Leitung von Matthias Maute aufgeführt. Die Solopartien sangen Ellen (Len) Torrie (Sopran), Nicholas Burns (Countertenor), Charles Daniels (Tenor) und Alasdair Campbell (Bariton). Die für den frühen Vormittag geplante traditionelle Barockparade in der Rue Saint-Paul musste aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt werden.
Mit Len Torrie, Nicholas Burns, Charles Daniels, Alasdair Campbell, Matthias Maute, dem Ensemble Caprice und dem Großer Festivalchor.

Franco Fagioli in London mit dem Orchestre de l’Opéra Royal de Versailles
In der anglikanischen Kirche St. Martin-in-the-Fields in London feierten der Countertenor Franco Fagioli und die Musiker des Orchesters der Königlichen Oper von Versailles unter der Leitung von Stefan Plewniak ihr Debüt auf der Londoner Bühne mit dem Programm „Arien für Velluti, den letzten Kastraten“.
Mit dem Orchestre de l’Opéra Royal de Versailles, Stefan Plewniak und Franco Fagioli.

Die h-Moll-Messe zum Abschluss des Bachfestes 2026 in Leipzig
Traditionsgemäß endete die Ausgabe 2026 des Leipziger Bachfests mit der Aufführung der h-Moll-Messe durch den Thomanerchor und die Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung des Thomaner-Kantors Andreas Reize. Diese aus 27 Sätzen bestehende Messe wurde von Johann Sebastian Bach in Leipzig über mehrere Schaffensphasen hinweg komponiert. Dabei verwendete er insbesondere Sätze aus früheren Kantaten wieder und vollendete das Werk schließlich 1749, knapp ein Jahr vor seinem Tod.
Mit Dorothee Mields, Miriam Feuersinger, Ulrike Malotta, David Fischer, Manuel Walser, Andreas Reize, dem Thomanerchor Leipzig und der Akademie für Alte Musik Berlin.

In Nürnberg: Die musikalische Eröffnungsnacht der 75. Ausgabe des Musikfests ION.
Zum 75-jährigen Bestehen eröffnete das ION-Festival in Nürnberg seine Jubiläumsausgabe mit einer „Großen Musiknacht“: Drei Konzerte an drei verschiedenen Orten wurden jeweils dreimal aufgeführt und ermöglichten dem Publikum zwischen 19:00 Uhr und Mitternacht einen musikalischen Streifzug durch die Stadt. Im Rathaussaal spielte der Sopranist Maayan Licht, begleitet vom Ensemble {oh!} Orkiestra unter der Leitung von Martyna Pastuszka vor ausverkauftem Haus ein Repertoire an der Schnittstelle von Händel, Vivaldi und Porpora. Ebenso präsentierten das Ensemble Solomon’s Knot in der St.-Sebald-Kirche Bach-Kantaten und das Ensemble Chanticleer in der St.-Ägidius-Kirche ein Programm, das der Vokalmusik in all ihren Formen gewidmet war.
Mit Maayan Licht, Martyna Pastuszka, dem Ensemble {oh!} Orkiestra, dem Ensemble Solomon’s Knot und dem Ensemble Chanticleer.



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